Besuch im „Gläsernen Labor“

Im Biologie-Leistungskurs von Frau Klingsporn stand im 3. Semester (12. Klasse) Genetik auf dem Plan. Wir vertieften Grundlagenwissen aus der Mittelstufe, z.B. die Molekularstruktur der DNA, die Proteinbiosynthese oder die Mendelschen Regeln der Vererbung. Aber auch moderne Anwendungsfelder der Genetik kamen nicht zu kurz - so beschäftigten wir uns mit verschiedenen Methoden der Gentechnik.

Am Ende des Semesters bekamen wir dann die Möglichkeit, diese Methoden selbst anzuwenden: Wir unternahmen eine Exkursion ins „Gläserne Labor“ in Berlin-Buch. Dieses Schülerlabor ist darauf ausgerichtet, naturwissenschaftliche Experimente mit Schulklassen und -kursen durchzuführen und so in der Schule erlerntes Wissen in der Praxis anzuwenden.

Unter der Anleitung einer Molekularbiologin untersuchten wir dort Sojamehl verschiedener Herkunft auf gentechnische Veränderungen. Dafür stand uns eine professionelle Laborausstattung zur Verfügung (z.B. automatische Pipetten, Vortexmischer, Thermozykler – Geräte, von denen ein Schullabor nur träumen kann).

Mit der Versuchsanordnung in der Hand führten wir die Untersuchungen (fast) ganz alleine durch: Wir isolierten das betreffende Gen aus dem Sojamehl, vermehrten es mithilfe der PCR-Methode und führten eine Agarose-Gelelektrophorese durch. Am dabei entstehenden Bandenmuster (das man aus den Krimis kennt) konnten wir ablesen, in welchen Proben gentechnisch veränderte Soja enthalten war. Um unsere Erkenntnisse einordnen zu können, diskutierten wir anschließend über Vor- und Nachteile von Gentechnik in der Landwirtschaft und die internationalen Lebensmittelstandards.

Insgesamt ein sehr spannender Tag, an dem wir einen ganz praktischen Einblick in ein vielfältiges Berufsfeld erhalten und unseren biologischen Horizont erweitern durften!

C. H., 4. Semester