Canisius-Kolleg nun auch
Integrierte Sekundarschule

Integrierte Sekundarschule (ISS) „Pedro-Arrupe“

Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 ist das Canisius-Kolleg in Berlin nun auch Integrierte Sekundarschule. Das Gymnasium der Jesuiten in Berlin-Tiergarten beantragte die Genehmigung für diese zusätzliche Schulform, um Schülerinnen und Schülern mit einem Flucht- bzw. Migrationshintergrund am Canisius-Kolleg unterschiedliche Schulabschlüsse zu ermöglichen.

Seit vier Jahren gibt es an der Schule Willkommensklassen, in denen Schülerinnen und Schüler die ohne Deutschkenntnisse nach Berlin kommen, Deutsch lernen können, um dann in Regelklassen zu wechseln.

Trotz zusätzlichem Förderunterricht war es für die allermeisten dieser Schüler sehr schwierig, am Regelunterricht einer Gymnasialklasse teilzunehmen. Die schulische Sozialisation ist zumeist sehr unterschiedlich, auch fällt es ihnen verständlicherweise schwer, mit deutlich jüngeren Schülern, die ihre Lebenserfahrungen überhaupt nicht nachvollziehen können, gemeinsam zu lernen. Darüber hinaus ist es einem Gymnasium nicht erlaubt, Schulabschlüsse wie die erweiterte Berufsbildungsreife zu verleihen. Diese Faktoren waren Anlass, unter dem Schulnamen „Pedro Arrupe“ letztlich allen Schülerinnen und Schülern neue Lernmöglichkeiten zu eröffnen, gerade auch im interkulturellen und interreligiösen Bereich.

Das Jesuitenkolleg in christlich humanistischer Tradition will ein Ort schulischer und religiöser Persönlichkeitsbildung sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen darin gefördert werden, ihre Talente zu entfalten, zu eigenen Einsichten zu gelangen und sich frei und geschützt zu urteilsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln; und dies, in einer bewussten Offenheit für die Frage nach Gott und einem Verständnis des Menschen als Gottes Geschöpf. Dieses Verständnis ist unlösbar mit der Frage nach sozialer Gerechtigkeit und dem Dialog der Kulturen verbunden.

Pedro Arrupe SJ (1907-1991), der 28. Generalobere des Jesuitenordens, sah sich zusammen mit dem gesamten Orden genau dieser Maxime verpflichtet. Mit der Eröffnung des Pedro-Arrupe-Zweiges erhält diese Dimension eine neue Realität, die auch aktuell von hoher Relevanz ist.

 

 

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