CK-Assembly:
Dominik Bartsch zu Gast im CK

Vortrag und Diskussion zur Flüchtlingsthematik

Im Rahmen der Vortragsreihe „CK-Assembly“, kam am Dienstag, den 21. Februar, schon zum dritten Mal ein Gast ans Canisius-Kolleg, um mit der Oberstufe über wichtige, aktuelle Themen zu sprechen.

Nachdem es beim ersten Mal mit dem Klimaforscher Herrn Prof. Dr. Ottmar Edenhofer um Klimaschutz und die globale Erwärmung ging und beim zweiten Mal mit der Policy Advisorin Rosa Beckmann um die EU, stand nun die Flüchtlingsthematik im Mittelpunkt. Zu Gast war nämlich Dominik Bartsch. Er ist seit Anfang 2018 Repräsentant des UN Flüchtlingswerks UNHCR in Deutschland. Damit hat er das erste Mal eine Position in Deutschland inne, obwohl er bereits seit 1990 bei den Vereinten Nationen arbeitet. Zuvor hatte er verschiedene Positionen in diversen Ländern wie in den Hauptquartieren in den USA und der Schweiz, aber auch in Ländern wie Sambia, Kenia oder Afghanistan.

Ein Bericht aus erster Hand

Anders als bei den vorigen CK-Assemblys verzichtete Herr Bartsch auf eine Power-Point Präsentation und konnte seinen Vortrag mit persönlichen Beispielen aus den verschiedenen Ländern, an denen er schon tätig war, veranschaulichen.

So war es für uns sehr einfach zu verstehen, welche Entwicklung die globale Flüchtlingsthematik seit der Genfer Flüchtlingskonvention 1951 genommen hat.

Dominik Bartsch erzählte beispielsweise von konkreten Erfahrungen, die er gemacht hat, als er das damals weltweit größte Flüchtlingslager der Welt in Dadaab, Kenia leitete.

Nach dem Einstieg in die Geschichte ging es schnell über zu Lösungsansätzen: Wie sieht eine ideale Lösung für Geflüchtete aus?

Laut Dominik Bartsch sind die drei besten Optionen zum ersten eine freiwillige Rückkehr ins Heimatland nach Ende der dortigen Krise. Falls das aufgrund der Lage im Heimatland unmöglich ist, ist eine gelungene Integration in das aufnehmende Land essentiell. Und sollte diese Möglichkeit nicht umsetzbar sein, bleibt das sogenannte Resettlement, was soviel wie die Umsiedlung der Flüchtlinge von dem aufnehmenden Land in einen dritten Staat vorsieht, wo dann hoffentlich eine Integration gelingen kann.

Zum Ende blieb ein Ausblick in die Zukunft. Laut Herrn Bartsch werden schon bald Klimaflüchtlinge die größte Herausforderung sein, die Weltbank prognostiziert 140 Millionen bis 2050.

Es folgte eine eine sehr interessante Diskussion

Diese Punkte boten – auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise in Deutschland seit 2015 – einen sehr guten Einstieg für die Diskussion. Neben Fragen an Dominik Bartsch gab es diesmal auch einen Austausch unter den Schülerinnen und Schülern.

Auch wenn es hierbei dann nicht mehr nur noch um die Flüchtlingsthematik selber, sondern auch um das Eingreifen westlicher Staaten in die Geschehnisse in anderen Ländern, wie aktuell in Venezuela.

Dennoch war es sehr erfrischend und bereichernd, unter den für vielen neuen Gesichtspunkten einer konkreten Lösung über das Thema Flüchtlinge zu diskutieren.

Ich persönlich fand es vor allem interessant, sich vor Augen zu rufen, wie viel stärker andere Länder, beispielsweise Jordanien, durch die Aufnahme von Geflüchteten beeinflusst werden als Deutschland, wo sich vergleichsweise ein kleiner Teil der 60 Millionen Flüchtlinge weltweit Asyl gefunden haben.

Alles in einem war auch diese CK-Assembly wieder eine tolle Möglichkeit für die Oberstufe, sich mit einem Experten über ein Thema auszutauschen und zu lernen, was uns interessiert. Wir freuen uns schon auf den nächsten Referenten, den der SW-Fachbereich für diese Vortragsreihe gewinnen kann.

Julius de Gruyter

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