Jugend debattiert mit Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten im Berliner Abgeordnetenhaus

Erfahren Sie aus erster Hand, wie es ist dabei zu sein!

Am 23. August fand das Event “Jugend debattiert mit Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten im Berliner Abgeordnetenhaus” statt.

Unser Schüler Severin hat auch – übrigens sehr erfolgreich – daran teilgenommen. Hier ist sein Erfahrungsbericht:

 

Die ‘Jugend-Debattiert’ Glocke ertönt und auf einmal ist Stille im Raum. Jetzt geht es gleich los! Noch einmal kurz räuspern, vielleicht ein Blick ins Publikum, und der/die erste Redner:in eröffnet die Debatte. 20 Minuten voller Kontroverse werden folgen, in denen beide Seiten versuchen ihre Positionen zu vermitteln. Heute, in seinem 20-jährigen Jubiläum, hat ‘Jugend Debattiert’ vielleicht mehr Bedeutung denn je. Denn eine faire und sachliche Debattenkultur, wie sie der Wettbewerb vermitteln möchte, ist für Politik und Gesellschaft sicherlich nicht weniger wichtig geworden. Neben dem Ziel, diese Fertigkeit an junge Menschen zu vermitteln, macht ‘Jugend Debattiert’ aber vor allem eines: Sehr viel Spaß!

Meine ‘Jugend Debattiert’-„Karriere“ begann vor 3 Jahren mit meinem ersten Regionalwettbewerb, damals noch in Präsenz, in einer Schule in Reinickendorf. Die Anfahrt dauerte zwar damals länger, als meine eigentlichen Debatten (es war leider schon recht früh Schluss), aber meine Leidenschaft für das Debattieren im Allgemeinen und ‘Jugend Debattiert’ im Besonderen war geboren.

Zu Beginn dieses Jahres bekam ich dann über meinen Deutsch-LK die Chance, dieser Leidenschaft ein zweites Mal nachzugehen: Erneut nahm ich an ‘Jugend Debattiert’ teil. War es zwar derselbe Wettbewerb, so waren doch die Umstände dieses Mal ganz andere. Statt in Reinickendorf debattierten wir diesmal online, und meine Mitstreiter:innen lernte ich nur als Kacheln auf meinem Bildschirm kennen. Allen Widrigkeiten zum Trotze wurde mir schnell klar, warum mich ‘Jugend Debattiert’ schon beim ersten Mal so in seinen Bann gezogen hatte. Die Recherche im Vorhinein, die Aufregung kurz vorher- und dann die schlichte Freude, mit 3 motivierten Menschen, die Freude an der Sache haben, zu debattieren. Es macht überraschend viel Spaß, im Laufe einer Debatte Argumente auszutauschen, Lücken in einer Argumentationsstruktur zu finden, und dabei doch stets fair und sachlich zu bleiben.

Ich war nicht der Einzige vom Canisius-Kolleg..

War es mir beim ersten Anlauf noch verwehrt geblieben, so erreichte ich dieses Mal tatsächlich auch die nächste Runde, gemeinsam mit anderen Mitstreiter:innen des CKs. Der Berliner Landeswettbewerb und das anschließende Landesfinale fanden zwar nicht wie gewöhnlich im Abgeordnetenhaus, sondern wie so vieles online statt, bereiteten mir aber alleine schon wegen der vielen neuen Menschen, die man zumindest online kennenlernen konnte, große Freude. Zu dieser wird sicherlich auch beigetragen haben, dass ich den Berliner Landeswettbewerb erfolgreich als Landesmeister beendete. Dieser Titel ging dieses Jahr übrigens gleich in beiden Altersklassen an das Canisius-Kolleg das will verteidigt werden! Bevor es dann zum Bundeswettbewerb gehen sollte, bei denen sich die besten 32 aus ihrer Altersgruppe messen, besuchte ich – wenn auch nur online- meines zweites JD-Seminar. Diese Seminare fanden immer für alle Debattant:innen, die die nächste „Ebene“ erreicht hatten, als Vorbereitung für die kommende Wettbewerbsrunde statt (das erste hatte ich noch auf Berlin-Ebene absolviert). Der Bundeswettbewerb, bzw. die Bundesqualifikation (für das Bundesfinale) war dann noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis. Mit hochspannenden, wenn auch nicht ganz leichten Themen, wie z.B. einem Sozialkreditsystem für Unternehmen war das Ganze schon inhaltlich lohnenswert, und auch meine Mitdebattierer:innen möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Sprachlich und rhetorisch auf einem hohen Level, und doch nie arrogant oder herablassend – diesen Eindruck habe ich von fast allen Teilnehmer:innen auf allen Ebenen gewonnen. Allein schon für die vielen Begegnungen lohnt sich die Teilnahme!

Als 5. Platz in der Bundesqualifikation durfte ich mich dann als Nachrücker, also sozusagen Ersatzmann für die eigentlichen 4 Teilnehmer des Bundesfinales, das unter den Augen des Bundespräsidenten stattfand, bereithalten. Zwar war es natürlich ein Wermutstropfen, so knapp am Finale vorbeigeschrappt zu sein, auch wenn ich mir zu Beginn des Jahres eine solche Platzierung nicht hätte erträumen können, doch da bei ‘Jugend Debattiert’ die 4 Finaldebattantinnen und die 2 Nachrücker alle als Finalisten angesehen werden, war dies auch gut verkraftbar.  Als Preis für unsere Platzierung bekamen wir ersten 6 dann ein 7-tägiges Seminar, diesmal auch in Präsenz, geschenkt, auf der ich wunderbare Bekanntschaften gemacht habe.

‘Jugend debattiert’ hat mich auf ganz viele unterschiedliche Arten bereichert. Insgesamt war ich auf  3 Seminaren, durfte mit den Berliner Spitzenkandidaten im Abgeordnetenhaus debattieren und habe viele unterschiedliche, sympathische  Leute kennenlernt. Vor allem aber habe ich viele wirklich spannende Debatten führen dürfen. Ich kann allen meinen Mitschülern, gerade auch den Jüngeren, nur wärmstens empfehlen, am Wettbewerb teilzunehmen. Man muss kein Sprachengenie oder Debattier-Nerd sein, um Erfolg zu haben, und großen Spaß hat man auch, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, wenn es nach der ersten Runde vorbei ist!

 

Jugend-debattiert-mit-Spitzenkandidatinnen-und-Spitzenkandidaten-im-Berliner-Abgeordnetenhaus

Klicken Sie hier, um zum Youtube-Video zu gelangen.

 

Quelle: Jugend debattiert/Hertie-Stiftung

 

Quelle: Jugend debattiert/ Hertie Stiftung

 

Quelle: Jugend debattiert/ Hertie Stiftung

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