Kirchliches Gericht sucht Zeugenaussagen

Das kirchliche Gericht im Erzbistum Berlin hat ein Verfahren im Rahmen zahlreicher sexueller Missbrauchsfälle eingeleitet. Zur Erstellung einer Klageschrift benötigt der kirchliche Anwalt, dem weltlichen Recht vergleichbar, belastbare und zuordbare Aussagen von Zeugen und Betroffenen.

Der Priester und ehemalige Jesuitenpater Peter R. wurde von zahlreichen Personen, deren Namen dem Kirchengericht nicht bekannt sind, beschuldigt, sie als Minderjährige in den Jahren von 1970 bis 1988 sexuell missbraucht zu haben.
Das kirchliche Gericht im Erzbistum Berlin, das sog. Konsistorium, hat im Namen und im Auftrag der Glaubenskongregation ein Verfahren gegen den Beschuldigten eingeleitet.
Zur Erstellung einer Klageschrift benötigt der kirchliche Anwalt, dem weltlichen Recht vergleichbar, belastbare und zuordbare Aussagen von Zeugen und Betroffenen.
Da es bislang nicht gelungen ist, die vorliegenden anonymisierten Zeugenaussagen konkreten Personen zuzuordnen, sucht das Kirchengericht nach Zeugen, die bereit und in der Lage sind, eine konkrete Aussagen zu machen, bzw. sich eine vorliegende Aussage zuordnen lassen.

Wir bitten mögliche Zeugen sich zu melden beim
Konsistorium des Erzbistums Berlin
Chausseestr. 128/129
10115 Berlin
Tel.: (030) 30 67 38-0
Fax: (030) 30 67 38-19
E-Mail: Konsistorium@erzbistumberlin.de
Absolute Vertraulichkeit ist selbstverständlich zugesichert. Das Konsistorium wird auch über den Verlauf des Verfahrens, die handelnden Personen, etc. umfassend Auskunft gegeben.

Zeitgleich wurde auch ein Aufruf an Missbrauchsopfer im Bistum Hildesheim veröffentlicht. Diesen finden Sie hier.