Wir trauern um Johannes Siebner SJ

Der Provinzial der Jesuiten ist am 16. Juli 2020 in Berlin-Kladow verstorben.

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben den Tod von Johannes Siebner zu beklagen. Wir trauern um ihn.
Johannes Siebner verstarb am Morgen des 16. Juli 2020 in Berlin-Kladow im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Ende Januar diesen Jahres wurde er plötzlich auf Grund einer Gehirntumor-Erkrankung  aus der Amtsführung als Provinzial herausgerissen. Wir trauern um unseren verstorbenen Mitbruder, und wir trauern zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern.
Er wurde am 24. August 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur am Canisius-Kolleg studierte er zunächst Politikwissenschaft und Katholische Religion. Besonders inspiriert durch sein Engagement in der Jugendarbeit (KSJ) und durch einen längeren Aufenthalt in einem Kibbuz in Israel trat er 1983 in den Jesuitenorden in Münster ein.
Die Aufdeckung von Missbrauch an Jesuitenkollegien und im Jesuitenorden erschütterte Johannes Siebner. Er übernahm Verantwortung für die Institutionen gegenüber den Betroffenen. In zahllosen Gesprächen mit Betroffenen, aber auch mit sekundär betroffenen Familien, Jahrgängen von ehemaligen Schülern, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichte er individuelle und institutionelle Aufarbeitung. Mutig intervenierte er, wenn Schutzbefohlene und Schutzsuchende sich an ihn wandten. In äußerst komplexen Entscheidungssituationen hielt er Anfeindungen aus unterschiedlichsten Richtungen aus, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich Gerechtigkeit für die Opfer, Schutz für Schülerinnen und Schüler sowie für alle, die sich in der Seelsorge anvertrauen. Mit dieser Haltung prägte er als Provinzial seelsorgliche Standards und lebte sie selbst vor.
Der frühe Tod von Johannes Siebner hinterlässt eine klaffende Lücke und erfüllt uns mit großem Schmerz.
Jesus, der Johannes Siebner rief: „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe“ (Joh 21,15), möge ihn nun bei sich aufnehmen.

Foto: © Christian Ender


Einen ausführlichen Nachruf und weitere Fotos finden Sie auf der Seite der Deutschen Provinz der Jesuiten:

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