“In jeder Generation ist jeder Mensch verpflichtet, sich so zu betrachten, als sei er selbst aus Ägypten ausgezogen.” (aus: Mishna, Traktat Pesachim 10,5) (Pessach wird 2026 vom 1.4. bis 9.4 begangen)
Pessach – Wir wünschen allen Kinder- und Jugendlichen jüdischen Glaubens und deren Familien hier bei uns am Canisius-Kolleg und darüber hinaus ein frohes und gesegnetes Pessach-Fest!
Es ist eines der ältesten und zentralen Feste des Judentums, das bis zum heutigen Tag identitätsstiftend ist. Am Sederabend wird nicht nur der wundersamen Befreiung der Hebräer aus der Knechtschaft des Pharao gedacht. An diesem Abend wird dieses Ereignis gleichsam vergegenwärtigt. Die Sederfeier ist also nicht nur ein Rückblick auf eine längst vergangene Geschichte. Nach jüdischer Auffassung ist sie eine echte Vergegenwärtigung, eine “Reaktualisierung”. In der Haggada, der Erzählung vom Auszug für den Sederabend (der erste Abend des Pessach) heißt es: “In jeder Generation ist jeder Mensch verpflichtet, sich zu zu betrachten, als sei er selbst aus Ägypten ausgezogen.” Diese Feier macht also das historische Ereignis der Befreiung zu einer zeitlosen Erfahrung, die in der Gegenwart des Feiernden, bzw. der feiernden Gruppe von Menschen, neu stattfindet. Und: Die Gruppe der Hebräer, das jüdische Volk von einst, hat die geschichtliche Erfahrung gemacht, aus vollkommener Ausweglosigkeit und Hoffnungslosigkeit wirklich befreit zu werden. Seither wird diese Erfahrung der Befreiung mit Gott selbst in Verbindung gebracht, ja, geradezu identifiziert.
Möge der heutige Sederabend, das diesjährige Pessach-Fest wirkliche Freiheit, Befreiung und echten Frieden in Versöhnung bringen. In diesem SInne: “Chag Pessach sameach” – von Herzen!







