1. Der Fachbereich Alte Sprachen am Canisius Kolleg
Zukunft braucht Vergangenheit
Schon die Jesuiten früherer Jahrhunderte waren davon überzeugt: Wer sich mit der griechisch-römischen Antike auseinandersetzt und Latein sowie Griechisch erlernt, legt damit ein tragfähiges Fundament für eine breit angelegte Bildung – und für die Herausforderungen von morgen. Diese Überzeugung hat bis heute nichts an Gültigkeit verloren, im Gegenteil: In einer Welt, die sich rasant wandelt, gewinnt die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu durchdringen und über den Moment hinauszudenken, zunehmend an Bedeutung. Griechische und römische Mythen und philosophische Gedanken prägen unseren Alltag noch immer, ebenso wie zentrale Errungenschaften aus Wissenschaft und Gesellschaft – die Medizin, Mathematik oder das Prinzip der Demokratie. Wer verstehen möchte, worauf unsere heutige Denk- und Kulturwelt aufbaut, und wer die Zukunft mitgestalten will, kommt an den klassischen Sprachen kaum vorbei.
Sprachen sind Fenster zur Kultur
Beim Erlernen einer Sprache erwirbt man automatisch auch Einblicke in das Denken und die Lebenswelt derjenigen, die sie sprechen. Latein und Griechisch öffnen die Tür zu den Mythen der Antike – man denke an Figuren wie Odysseus, Herakles oder Athene –, zu Kunstwerken und Bauwerken vergangener Epochen, zur Herkunft der europäischen Geschichte und Identität, zur philosophischen Tradition und zu bedeutenden Werken der Weltliteratur, von Homer über die antike Tragödie und Komödie bis hin zu Vergil. Wer diese Zusammenhänge versteht, entwickelt einen geschärften Blick für kulturelle Vielfalt und Wandel – eine Kompetenz, die in einer zunehmend vernetzten und globalisierten Zukunft unverzichtbar wird.
Wer eine alte Sprache lernt, lernt, über Sprachen zu sprechen
Da niemand mehr Latein oder Griechisch als Muttersprache spricht, geht es im Unterricht nicht in erster Linie darum, diese Sprachen aktiv zu sprechen, sondern über sie – und damit letztlich über Sprache im Allgemeinen – nachzudenken. Man lernt, sprachliche Strukturen präzise und methodisch zu untersuchen, logisch zu analysieren und Probleme systematisch zu lösen – Fähigkeiten, die weit über den Sprachunterricht hinaus wirken und in nahezu jedem Studien- und Berufsfeld der Zukunft gefragt sind, von den Naturwissenschaften bis zur Informatik. Dabei entdeckt man, wie stark die vermeintlich „toten“ Sprachen unsere heutigen Sprachen nach wie vor durchdringen.
Am Canisius-Kolleg bieten wir jeder Schülerin und jedem Schüler die Chance, mindestens eine der beiden klassischen Sprachen zu erlernen und den Schulweg mit einem anerkannten Abschluss – dem Latinum und/oder dem Graecum – zu krönen. Damit knüpfen wir an eine lange und bewährte Bildungstradition an, von der wir überzeugt sind, dass sie das eigene Leben auch angesichts zukünftiger Herausforderungen auf vielfältige Weise bereichert. Ergänzt wird der Unterricht durch zahlreiche außerunterrichtliche kulturelle Angebote.
“Tote Sprachen”? – Nicht am Canisius-Kolleg!
Teilnahme an Wettbewerben
Unsere Schülerinnen und Schüler beteiligen sich regelmäßig und erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben:
- Der Wettbewerb „Lebendige Antike“, ausgeschrieben vom Landesverband Berlin und Brandenburg im Deutschen Altphilologenverband (https://davbb.de/wettbewerb/) findet alle zwei Jahre statt und hat zum Ziel, sich abseits vom klassischen Unterricht mit lateinischen und griechischen Themen auseinanderzusetzen.
- Der “Bundeswettbewerb Fremdsprachen” (https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/) ist ein bundesweiter Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 13 und richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die gerne Sprachen lernen.
- Der jährlich stattfindende internationale “Certamen Ciceronianum” in Arpino, Ciceros Geburtsort, in dem Schüler vor die Aufgabe gestellt werden, einen Text von Cicero in ihre Muttersprache zu übersetzen, richtet sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe mit besonderen Fähigkeiten in der lateinischen Sprache. (https://www.certamenciceronianum.it/it/)
- Auch beim “Certamen Horatianum” in Venosa, der Geburtsstadt des Dichters Horaz, treten Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa gegeneinander an: Sie übersetzen und interpretieren ein Gedicht des Horaz und stellen so ihr Übersetzungsgeschick und ihr Textverständnis unter Beweis – eingebettet in ein mehrtägiges Rahmenprogramm mit Vorträgen und Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern aus vielen anderen Ländern. (https://www.liceovenosa.edu.it/certamen/)
Museumsbesuche
Warum im Lehrbuch bleiben, wenn die Antike nur eine Bahnfahrt entfernt ist? Auf der Berliner Museumsinsel – gleich um die Ecke – begegnen unsere Schülerinnen und Schüler den Originalen: dem Pergamonaltar, den Marmorstatuen der Antikensammlung im Alten Museum oder den Zeugnissen antiker Kulturen im Neuen und im Bode-Museum. Regelmäßige Museums- und Ausstellungsbesuche machen aus abstrakten Textstellen greifbare Geschichte – und zeigen eindrucksvoll, dass die Antike keineswegs verstaubt in Vitrinen liegt, sondern bis heute fasziniert.
Exkursion nach München
Auch über Berlin hinaus lässt sich die Antike hautnah erleben: München beherbergt mit der Glyptothek und den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz zwei der bedeutendsten Sammlungen griechischer und römischer Kunst nördlich der Alpen. Bei einer eintägigen Exkursion reisen unsere Schülerinnen und Schüler nach München und besuchen außerdem das Wilhelmsgymnasium mit seiner fantastischen Bibliothek sowie den eindrucksvollen Gipsstatuen des Zeustempels von Olympia. Der Ausflug ist zugleich die perfekte Einstimmung auf die Griechenlandfahrt, auf der es dann an die Originalschauplätze geht.
Griechenlandfahrt
Der Höhepunkt für viele unserer Griechisch-Schülerinnen und -Schüler: Parallel zum Frankreichaustausch begibt sich der Mittelstufenkurs Griechisch auf eine elftägige Rundreise zu den bedeutendsten Stätten der griechischen Antike – von der Akropolis in Athen über die Orakelstätte in Delphi und die mykenischen Burgen der Peloponnes bis zu den antiken Sportanlagen von Olympia. Wer einmal am Fuß der Akropolis stand, weiß: Kein Lehrbuch kann ersetzen, was man dort mit eigenen Augen sieht.
Kooperation mit der Humboldt-Universität (Lectio Natalis)
Seit vielen Jahren verbindet das Canisius-Kolleg ein Kooperationsvertrag mit dem Institut für Klassische Philologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Ziel der Partnerschaft ist es, unseren Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in universitäre Arbeitsweisen zu geben und sie individuell durch Studierende begleiten zu lassen – etwa im Rahmen der Schülergesellschaft für Altertumswissenschaften oder bei der Lectio Natalis, einer Vorlesung, die Schule und Universität einmal im Jahr zusammenführt. So erleben unsere Schülerinnen und Schüler schon lange vor dem Abitur, wie Wissenschaft an einer der traditionsreichsten Universitäten Deutschlands funktioniert.
Teilnahme am Berliner Altsprachenfest
Einmal im Jahr verwandelt sich die Humboldt-Universität in einen lebendigen Ort der Antike: Beim Berliner Altsprachenfest präsentieren altsprachliche Gymnasien aus ganz Berlin unter dem Motto „Entdecke die Antike!“ Ausstellungen, Theaterszenen und Mitmachstationen – vom Mosaiklegen über das Nähen einer Tunika bis zum Orakelbesuch. Auch die jüngsten Schülerinnen und Schüler des Canisius-Kollegs, unsere Sextanerinnen und Sextaner, sind mit dabei und zeigen, wie lebendig Latein und Griechisch sein können.
2. a) Stundentafel Latein
| Sexta | Quinta | Quarta | Untertertia | Oberteria | Untersekunda | 11 | 12 | 13 | |
| Gym. | 5 | 4 | 4 | 4 | 3 | 3 | ———— | 3( GK) 5 (LK) | 3( GK) 5 (LK) |
| ISS | ———— | ———— | ———— | ———— | ———— | ———— | 4 | 4 (GK) | 4 (GK) |
2 b) Stundentafel Griechisch
| Sexta | Quinta | Quarta | Untertertia | Oberteria | Untersekunda | 11 | 12 | 13 | |
| Gym. | ———— | ———— | ———— | 5 | 4 | 4 | ———— | 3( GK) 5 (LK) | 3( GK) 5 (LK) |
3. Lehrwerke
Latein lernen mit VIVA (Latein ab Klasse 5 am Gymnasium)
Am Canisius-Kolleg arbeiten wir im Lateinunterricht mit dem Lehrwerk VIVA aus dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Das Lehrbuch bietet einen motivierenden und altersgerechten Einstieg in die lateinische Sprache und eröffnet zugleich den Zugang zur Kultur und Geschichte der Antike. Anschauliche Texte, abwechslungsreiche Übungen und eine klar strukturierte Grammatik ermöglichen einen nachhaltigen Lernerfolg.
Besonders im früh beginnenden Lateinunterricht unterstützt VIVA die Schülerinnen und Schüler dabei, sprachliche Strukturen bewusst zu erfassen und ihre Ausdrucks- sowie Analysefähigkeit zu entwickeln. Die systematische Wortschatzarbeit fördert zudem das Verständnis der deutschen Sprache und erleichtert das Erlernen weiterer Fremdsprachen.
Diese Ziele passen in besonderer Weise zum Bildungsverständnis des Canisius-Kollegs. Als jesuitische Schule möchten wir junge Menschen dazu befähigen, aufmerksam wahrzunehmen, kritisch zu denken und verantwortungsvoll zu handeln. Die Begegnung mit den Texten und Ideen der Antike eröffnet dabei einen Raum, in dem sprachliche Präzision, kulturelle Bildung und ethische Fragestellungen miteinander verbunden werden. So trägt der Lateinunterricht dazu bei, den eigenen Horizont zu erweitern und die humanistische Tradition als lebendigen Bestandteil unserer Bildung zu erfahren.
Latein lernen mit Pontes (Latein ab Klasse 11 an der ISS)
In der Integrierten Sekundarschule arbeiten wir im Lateinunterricht mit dem Lehrwerk Pontes. Das Lehrbuch bietet einen klar strukturierten und schülernahen Einstieg in die lateinische Sprache. Überschaubare Lernschritte, abwechslungsreiche Übungen und lebensnahe Themen erleichtern den Zugang zu Grammatik und Wortschatz und fördern nachhaltiges Lernen.
Gerade für unsere sprachlich und kulturell vielfältige Schülerschaft bietet Pontes viele Vorteile. Die verständliche Gestaltung, die systematische Sprachvermittlung und zahlreiche Möglichkeiten zum Wiederholen und Üben unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, sprachliche Sicherheit zu gewinnen und ihre Lernfortschritte selbstbewusst zu erleben. Gleichzeitig stärkt der Lateinunterricht das Sprachbewusstsein und hilft dabei, Strukturen der deutschen Sprache besser zu verstehen. Davon profitieren die Lernenden auch beim Erwerb weiterer Fremdsprachen und in anderen Unterrichtsfächern.
Neben den sprachlichen Kompetenzen vermittelt Pontes spannende Einblicke in die Welt der Antike. Die Begegnung mit Geschichte, Mythologie und dem Alltag der Römer erweitert den kulturellen Horizont und lädt dazu ein, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen vergangenen und heutigen Lebenswelten zu entdecken. So leistet der Lateinunterricht einen wichtigen Beitrag zu sprachlicher Bildung, kultureller Teilhabe und einem erfolgreichen Lernen in einer vielfältigen Schulgemeinschaft.
Griechisch lernen mit Mythologia (Griechisch ab Klasse 8 am Gymnasium)
Im Griechischunterricht am Gymnasium arbeiten wir ab Klasse 8 mit dem Lehrwerk Mythologia, das vom Niedersächsischen Altphilologenverband entwickelt wurde. Das Lehrbuch bietet einen motivierenden und systematischen Einstieg in die altgriechische Sprache und verbindet den Spracherwerb von Beginn an mit den großen Mythen, der Geschichte und der Kultur der griechischen Antike. Ergänzt wird der Spracherwerb durch die Lernplattform Navigium und interaktive Übungen.
Mythologia zeichnet sich durch einen klaren Aufbau, eine schrittweise Einführung der Grammatik und abwechslungsreiche Übungen aus. Die Lernenden entwickeln ein sicheres Verständnis sprachlicher Strukturen und erwerben einen grundlegenden Wortschatz, der sie auf die Lektüre griechischer Originaltexte vorbereitet. Zugleich fördern die Arbeit mit dem Lehrwerk und die intensive Sprachreflexion analytisches Denken, sprachliche Genauigkeit und Ausdauer.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit den Mythen und Ideen der griechischen Antike, die bis heute Literatur, Philosophie, Kunst und Politik prägen. Der Griechischunterricht eröffnet den Schülerinnen und Schülern so einen unmittelbaren Zugang zu den Ursprüngen des europäischen Denkens und lädt dazu ein, grundlegende Fragen nach Mensch, Gesellschaft und Verantwortung zu reflektieren. Auf diese Weise verbindet Mythologia sprachliches Lernen mit kultureller Bildung und schafft eine fundierte Grundlage für die Begegnung mit den bedeutenden Texten der griechischen Antike.
4. Notengebung in den Alten Sprachen
5. Schulinternes Curriculum Latein
Link: Curriculum Latein Gymnasium Klasse 5-10
Link: Curriculum Latein ISS Klasse 11-13
Link: Rahmenlehrplan Latein Berlin Sek. I
Link: Rahmenlehrplan Latein Berlin Sek. II
6. Schulinternes Curriculum Latein
1. Der Fachbereich Biologie am Canisius Kolleg
Biologie ist die Wissenschaft vom Leben. Im Unterricht entdecken unsere Schülerinnen und Schüler die faszinierende Vielfalt lebender Organismen – von der einzelnen Zelle bis hin zu komplexen Ökosystemen. Dabei lernen sie, biologische Zusammenhänge zu verstehen, naturwissenschaftlich zu denken und aktuelle Themen wie Gesundheit, Nachhaltigkeit, Genetik oder Evolution kritisch zu betrachten.
Ein wichtiger Bestandteil des Biologieunterrichts ist das Experimentieren und Forschen. Durch praktische Untersuchungen, Mikroskopie und Exkursionen wird Biologie unmittelbar erlebbar und fördert eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der Natur und ihrer Bedeutung für unseren Alltag.
2. Ausstattung, Räume und Besonderheiten
Für einen abwechslungsreichen und praxisnahen Unterricht stehen dem Fachbereich drei modern ausgestattete Fachräume zur Verfügung. Unsere Schülerinnen und Schüler arbeiten unter anderem mit
- Lichtmikroskopen,
- Dauer- und Frischpräparaten,
- Struktur- und Funktionsmodellen,
- Experimentiermaterialien für physiologische, ökologische und genetische Untersuchungen sowie
- digitalen Präsentationsmedien.
Ergänzt wird der Unterricht durch Exkursionen und die Einbindung außerschulischer Lernorte, an denen biologische Zusammenhänge direkt erlebt und erforscht werden können.
3. Stundentafel
Gymnasium
| Jahrgangsstufe | Wochenstunden |
| 7 | 3 (davon 1 Stunde in Teilung) |
| 9 | 3 |
| 10 | 2 |
| Grundkurs (Sek II) | 3 |
| Leistungskurs (Sek II) | 5 |
Integrierte Sekundarschule (ISS)
| Jahrgangsstufe | Wochenstunden |
| 9 | 2 |
| 10 | 2 |
| 11 (E-Phase) | 2 |
4. Eingeführte Lehrwerke
Gymnasium
- Klasse 7: Natura 7/8 – Biologie für Gymnasien (Klett)
- Klasse 9/10: Natura 9/10 – Biologie für Gymnasien (Klett)
- Oberstufe: Markl Biologie Oberstufe (Klett)
- Ergänzend im Leistungskurs: ausgewählte Themenbände der Grünen Reihe (Schroedel)
Integrierte Sekundarschule (ISS)
- Klassen 9–10: Prisma Biologie 2 – Differenzierende Ausgabe (Klett)
- Klasse 11 (E-Phase): Markl Biologie Oberstufe (Klett)
5. Kriterien der Leistungsbewertung
Sekundarstufe I
Die Leistungsbewertung setzt sich aus schriftlichen Lernerfolgskontrollen und dem Allgemeinen Teil zusammen.
- 20–30 % Schriftliche Lernerfolgskontrollen
- Kurzkontrollen (mindestens eine pro Halbjahr)
- 70–80 % Allgemeiner Teil
- Beiträge zum Unterrichtsgeschehen
- Experimentieren und praktische Arbeiten
- Protokolle
- Referate und Präsentationen
- Projektarbeiten
- Übungen und Quiz
- Hefterführung
- Gruppenarbeit
- Hausaufgaben und Hausaufgabenkontrollen
Die genaue Gewichtung der Leistungen im Allgemeinen Teil richtet sich nach den Schwerpunkten des jeweiligen Unterrichtshalbjahres, beispielsweise dem Anteil experimenteller oder projektorientierter Arbeitsformen. In der 10. Klasse wird in Vorbereitung auf die Oberstufe eine Klausur geschrieben.
Sekundarstufe II
- Grundkurs: 1/3 Klausur (1 pro Semester), 2/3 Allgemeiner Teil
- Leistungskurs: 1/2 Klausuren (2 pro Semester), 1/2 Allgemeiner Teil
6. Schulinternes Curriculum
Das schulinterne Curriculum orientiert sich am Berliner Rahmenlehrplan für die Sekundarstufen I und II und konkretisiert die verbindlichen Inhalte und Kompetenzen für den Biologieunterricht an unserer Schule.
→ Schulinternes Curriculum Sek I (PDF)
→ Schulinternes Curriculum Oberstufe (PDF)
→ Schulinternes Curriculum ISS Pedro-Arrupe (PDF)



1. Der Fachbereich Chemie am Canisius Kolleg
Im Jahr 1925, als das Canisius-Kolleg gegründet wurde, war Chemie noch ein Fach für Mutige. Die Schüler lernten, dass man Säuren nicht trinken sollte, dass Knallgas nicht zum Geburtstag gehört und dass der Geruch von Schwefel nicht unbedingt ein Zeichen göttlicher Präsenz ist – obwohl einige Patres das anders sahen. Die ersten Chemielehrkräfte waren oft Jesuiten mit einem Hang zur Philosophie und einem Respekt vor allem, was blubbert. Der Unterricht folgte der Ratio Studiorum, dem pädagogischen Regelwerk des Jesuitenordens. Chemie war dort zwar nicht das Hauptfach – Latein, Griechisch und Theologie hatten Vorrang – aber wenn ein Pater sich für die „Elemente“ begeisterte, wurde auch mal ein Schwefelwasserstoff-Versuch zwischen zwei Psalmen eingebaut. In den 1950er Jahren wurde der Chemieunterricht am Kolleg experimenteller. Die Schüler lernten, dass man mit Rotkohl den pH-Wert bestimmen kann – und mit zu viel Natron den Hausmeister alarmiert. Die Lehrkräfte waren nun nicht mehr nur Patres, sondern auch promovierte Chemiker und Chemikerinnen mit einem Hang zur Didaktik und einem Vorrat an Schutzbrillen. Die 1970er brachten die große Wende: Mädchen durften endlich mitmischen – und brachten Ordnung in die chaotischen Chemieschränke. Die Schülerinnen und Schüler erfanden neue Experimente, darunter das legendäre „Kuchenbacken mit Backpulver und Essig“ – ein Projekt, das zur Evakuierung des Chemieraums führte. Heute, ist Chemie am Canisius-Kolleg ein modernes, digitales und interaktives Fach. Die Schüler und Schülerinnen simulieren Moleküle am Tablet, analysieren Mikroplastik im Spreewasser und diskutieren, ob man mit CRISPR auch den Pausenhof begrünen kann.
Chemie – das ist nicht nur „Formeln pauken“ und „Reagenzgläser putzen“. Es ist die Wissenschaft, die erklärt, warum der Kuchen aufgeht, das Smartphone funktioniert und Cola nicht als Frühstück empfohlen wird. Seit über 100 Jahren begleitet das Canisius-Kolleg junge Menschen auf ihrem Bildungsweg – und Chemie gehört seit Jahrzehnten dazu. Wir wollen Neugier wecken, Zusammenhänge sichtbar machen und zeigen: Chemie ist überall, auch wenn man sie nicht sieht (außer beim Knallgasversuch – den sieht man definitiv).
2. Ausstattung, Räume und sonstige Besonderheiten
Unsere Chemieräume sind mit modernen Experimentiermöglichkeiten ausgestattet:
- Zwei Fachräume mit Abzügen und Sicherheitsausstattung
- Digitale Medien (Smartboards, Dokumentenkameras)
- Umfangreiche Sammlung an Chemikalien und Geräten für Schülerexperimente Besonderheit: Wir legen Wert auf praktisches Arbeiten, damit Theorie und Praxis Hand in Hand gehen. Seit 2025 gibt es eine Chemie-AG – für alle, die mehr wollen als „nur“ Unterricht. Hier wird experimentiert, geforscht und manchmal auch gestaunt:
Seit 2025 gibt es eine Chemie-AG – für alle, die mehr wollen als „nur“ Unterricht. Hier wird experimentiert, geforscht und manchmal auch gestaunt:
- Experimente, die im Unterricht keinen Platz finden (Stichwort: „Warum knallt es eigentlich?“)


- Projekte mit Alltagsbezug – von Kosmetik bis Energie
Bei den Projekttagen können Gummibären selber hergestellt und vernascht werden:


Projekttage 2026: “Plastik? Nicht zum Naschen! – Gummibärchen wissen Bescheid”
Tag 1 – Die große Gummibärchen-Verwirrung. Die kleinen bunten Helden sind völlig verwirrt – wo sollen sie bloß hin? In die Gelbe Tonne? In den Biomüll? Oder etwa in den Restmüll?
Tag 2 – Die Gummibärchen schlagen zurück! Gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen machen wir uns auf die Suche nach Antworten. Wo steckt überall Plastik drin – und wie können wir es vermeiden? Warum sammeln meist arme Menschen PET Flaschen?
Tag 3 – Die große Gummibärchen-Gala. Gemeinsam gestalten wir eine bunte Ausstellung mit allem, was in den letzten Tagen entstanden ist – von Gummibärchen-Kunstwerken bis zu Infoplakaten und und…..

In progress: Vorbereitung auf Wettbewerbe wie z.B. „Jugend forscht“
Kurz gesagt: Für alle, die Chemie nicht nur verstehen, sondern erleben wollen.
(Anmeldung über die Fachlehrkräfte – Schutzbrille inklusive!)
Und natürlich: Die Hölle der Gummibärchen – das Experiment, bei dem ein harmloses Gummibärchen in einer Kaliumchlorat-Schmelze seine wahre Energie zeigt. (Keine Sorge, wir machen das sicher – und ja, es sieht spektakulär aus!)
1. Der Fachbereich Deutsch am Canisius Kolleg
Unser Fachbereich besteht aus ca. 20 engagierten Kolleginnen und Kollegen, die sowohl im Gymnasium als auch an der ISS unterrichten. An der Schule ist jede Stunde eine Deutschstunde, aber insbesondere im Unterrichtsfach Deutsch möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich sprachlich weiterzuentwickeln und so grundlegende Fähigkeiten zur Erkenntnis von sich selbst und anderen zu erwerben. Lesen, Texte zu verstehen, sich selbst auszudrücken, sich zu artikulieren und anderen zuzuhören sind die Kompetenzen, die wir von der Sexta bis zum Abitur im Blick haben. Das Fach Deutsch verbindet viele verschiedene Inhalte und wir arbeiten beständig daran, Bewährtes weiterzutragen und Neues auszuprobieren, um den sich wandelnden Bedingungen unseres Lebens Rechnung zu tragen. Ab Klasse 9 setzen wir dabei auch das iPad im Unterricht ein, um zu lernen, wie digitale Werkzeuge sinnvoll genutzt werden können.
2. Ausstattung, Räume und sonstige Besonderheiten
Zu unserem Deutsch-Curriculum gehören die Teilnahme am Vorlesewettbewerb in der 6. Klasse und der Wettbewerb Jugend Debattiert, den wir ab der 8. Klasse im Unterricht vorbereiten. Die erfolgreiche Teilnahme bei Jugend Debattiert in der AG II kann auch als BLL ins Abitur eingebracht werden. In den 5. und 6. Klassen verwenden wir Lesekisten, deren Zusammenstellung jedes Jahr durch unsere erfahrenen Bibliothekarinnen aktualisiert wird. Durch die Nutzung dieses qualitativ hochwertigen Angebots von Lesestoff in Vertretungsstunden fördern wir die Beschäftigung mit interessanten Kinder- und Jugendbüchern sowie die Auseinandersetzung mit dem Medium Buch im Allgemeinen. Hierzu trägt auch das das Unterrichtsprojekt „Sachthemen recherchieren und präsentieren“ in der 6. Klasse bei, das in Zusammenarbeit mit der Bibliothek durchgeführt wird.
3. Stundentafel
Zusätzlich zu den in der Tabelle aufgeführten Deutschstunden bieten wir nach Absprache von Eltern und Lehrkräften eine Deutsch-Plus-Stunde an, die sich an Kinder mit Deutsch als Zweitsprache und Kinder mit LRS-Förderbedarf richtet. In der ISS gibt es neben dem verstärkten Deutsch-Angebot der regulären Stundentafel das Fach Debattieren in der Mittelstufe und eine Schreibwerkstatt in der E-Phase.
Stundentafel der Sek-1 und E-Phase (Gymnasium und ISS) am Canisius Kolleg für das Fach Deutsch:
| Gymnasium | WK | ISS | |||||||||
| Klasse | VI | V | IV | UIII | OIII | UII | 7e | 8e | 9e | 10e | E-Phase |
| Fach | 5 | 5 | 4 | 4 | 3 | 4 | 10 + 2 Deb. | 8+2 Deb. | 5+ 2 Deb. | 5+ 2 Deb. | 4+ 2 Schreibwerkstatt |
- Eingeführte Lehrwerke
Wir arbeiten mit dem „Deutschbuch“ aus dem Cornelsen-Verlag. Von Klasse 5-8 verwenden wir auch die entsprechenden Arbeitshefte.
- Kurzdarstellung Notengebung
Die Bewertungsmaßstäbe in der Unter- und Mittelstufe sind die folgenden:
Bei den Zeugnisnoten gilt die Gewichtung von 50% mündliche Leistung (Allgemeiner Teil) und 50% schriftliche Leistung. Am Ende des 2. Halbjahres gibt es eine Ganzjahresnote.
Die schriftliche Note setzt sich pro Schuljahr zusammen aus:
| Klasse 5-7 | Klassenarbeiten: 4 Aufsätze, 1 Arbeit zum Sprachwissen In dem Halbjahr mit der Arbeit zum Sprachwissen kann die KK entfallen. In dem anderen Halbjahr wird zusätzlich zu den zwei Aufsätzen eine KK geschrieben. Gewichtung: Wird eine KK geschrieben, so geht sie mit 10% in die schriftliche Note ein. |
| Klasse 8-10 | Klassenarbeiten: 4 Aufsätze und zwei KKs im Schuljahr Gewichtung: Die Klassenarbeiten machen 90% der schriftlichen Note aus, die KK geht mit 10% in die Note ein. |
Für die Bewertung von Aufsätzen gilt, dass Im Erwartungshorizont der Inhalt mit ca. 2/3 und der sprachliche Ausdruck mit ca. 1/3 gewertet wird.
- Schulinternes Curriculum (pdf-Dateien im Anhang)
- Gymnasium Klasse 5-10
- ISS WK in Klassenstufe 7 und 8
- ISS Klasse 9 und 10
- ISS E-Phase
- Gymnasium Kursphase
Das Fach Französisch
1. Vorstellung des Fachbereichs Französisch
Das Fach Französisch am Canisius-Kolleg blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Gründungsjahr der Schule im Jahre 1925 wurde Französisch als 3. Fremdsprache (nach Latein und Altgriechisch) unterrichtet. Heute wird es an unserer Schule nach Latein und Englisch (beides ab Klasse 5) mit Beginn der 8. Klasse als 3. Fremdsprache unterrichtet, und zwar im 1. Lernjahr mit 5
Wochenstunden und im 2. und 3. Lernjahr (also in der 9. und 10. Klasse) jeweils mit 4 Wochenstunden. Die meisten Schüler/innen entscheiden sich nach der 7. Klasse für Französisch als 3. Fremdsprache (Französisch Profil). Alternativ stehen am Canisiu.Kolleg auch Altgriechisch oder „Französisch NaWi” zur Wahl. Letzteres ist eine Kombination aus Französisch und Naturwissenschaften, wobei im 1. Lernjahr Französisch mit 3 Stunden, in den beiden darauffolgenden Lernjahren jeweils nur mit 2 Stunden unterrichtet wird (und die zusätzlichen Naturwissenschaften in allen 3 Lernjahren mit 2 Stunden).



| Französisch Profil | Französisch/NaWi | |
| 8. Klasse | 5 Wochenstunden | 3 Wochenstunden Französisch + 2 Wochenstunden NaWi |
| 9. Klasse | 4 Wochenstunden + Frankreichaustausch (Hin- und Gegenbesuch ca. 9 Tage) | 2 Wochenstunden Französisch + 2 Wochenstunden NaWi |
| 10. Klasse | 4 Wochenstunden | 2 Wochenstunden Französisch + 2 Wochenstunden NaWi + (einwöchige) NaWi-Fahrt nach München |
2. Ausstattung, Räume und besondere Schwerpunkte
In der Oberstufe kann Französisch dann als GK (Grundkurs/3-stündig) oder LK
(Leistungskurs/5-stündig) weiterbelegt werden. Der GK kann auch von NaWi-Französisch-
Schüler/innen mit guten Kenntnissen gewählt werden.
DELF
Finden sich interessierte Schülerinnen und Schüler, die das französische Sprachdiplom DELF (Diplôme d’Études de Langue
Française) für eine bestimmte Niveaustufe entsprechend des europäischen Referenzrahmens (zB A2 oder B1) vorbereiten möchten, so bietet das Cansius-Kolleg diese Möglichkeit auch in Form einer AG an.
3. Lehrmaterial und schulinternes Curriculum
Im Unterricht verwenden wir in allen 3 Jahrgangsstufen der Sek.1 sowohl für Französisch Profil, als auch für NaWi-Französisch das Lehrwerk A plus! Nouvelle édition, Méthode intensive 1 + 2 (Cornelsen). Neben den zentralen Kompetenzen wie Hör-und Hörsehverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprachmittlung (Mediation), stehen auch die Sprachlernkompetenz und die Vermittlung interkultureller Bildung im Mittelpunkt des Unterrichts. Die Lehrwerke sind inhaltlich auf ausgewählte Alltagssituationen, persönliche Interessen, Lebenskultur und Sachgebiete (Familie, Wohnen, Hobbies, Schule, Traditionen, Regionales, Frankophonie, Umwelt, etc.) ausgerichtet.
Für die 4 Halbjahre/Semester der Oberstufe gibt es für GK und LK verbindliche, vom Senat vorgegebene (Schwerpunkt)Themen, die im LK vordergründig mittels verschiedener literarischer Ganzschriften und im GK auf der Grundlage von Sachtexten und kleineren Lektüren/literarischen Ausschnitten abgedeckt werden. Darüber hinaus dienen in beiden Kursen natürlich auch audio-visuelle Quellen und Filmmaterial als Grundlage sprachlicher
sowie inhaltlicher Auseinandersetzung.
Das Canisius-Kolleg verfügt über eine sehr gut ausgestattete Schulbibliothek, die auch über ein verlockendes Angebot an französischsprachiger Literatur und Filme verfügt. Darüber hinaus haben wir seit vielen Jahren schon die Sprachzeitschrift écoute im Sortiment, die alle zwei Monate erscheint und zur Ausleihe zur Verfügung steht.


5. Schüleraustausch, Individualaustausch und Kursfahrt
Alle Schüler/innen, die Französisch Profil gewählt haben, nehmen in der 9. Klasse an einem Schüleraustausch nach Frankreich teil. Seit über 40 Jahren schon führt das Canisius-Kolleg mit den Schule St. Marie in Lyon und St. Etienne in Straßburg Schüleraustausche durch, dh. unsere Schüler/innen verbringen ca. 9 Tage in einer französischen Gastfamilie und die jeweiligen Austauschschüler sind während des Gegenbesuchs Teil einer Berliner Gastfamilie. Die Schüler/innen erwartet im jeweiligen
Gastland ein umfangreiches Programm an Kultur, Sehenswürdigkeiten, Ausflügen und Workshops. So bilden neben dem Schulbesuch, der Stadtbesichtigung und einem Besuch des Münsters oder einer Bootstour durch das malerische Gerberviertel zum Beispiel auch der Besuch des Europaparlaments oder derAusflug nach Colmar die Höhepunkte des Austauschs mit Straßburg. In Lyon erwarten uns Besichtigungen der Altstadt mit ihren „Traboules“, das römische Museum, ein Besuch des „umgedrehten Elefanten“ , der oberhalb der Altstadt gelegenen Basilique Notre-Dame de Fourvière, ein “Atelier de cuisine“ (Kochworkshop), bei dem unter französischer Anleitung Süßes und Herzhaftes aus Brandteig entsteht oder das „Atelier de tissage“ (Webworkshop), bei dem wir an kleinen Webstühlen einen kleinen Webteppich herstellen und uns dabei auf die Spuren der Lyoner Seidenweber/innen begeben, die ihre Stadt über Jahrhunderte als Zentrum der europäischen Seiden- und Jacquardweberei geprägt haben.
In den letzten Jahren erfreut sich der sogenannte Sauzey-Austausch zunehmender Beliebtheit unter unseren Schüler/innen. Im Zuge dieses staatlich geförderten Individualaustauschs verbringen einzelne Schüler/innen aus Frankreich einen Zeitraum
von bis zu 3 Monaten an unserer Schule (meistens gegen Ende der 9. Klasse) und sind Teil einer deutschen Gastfamilie. Zu Beginn der 10. Klasse verbringt dann der deutsche Austauschschüler/ die deutsche Austauschschülerin einen ähnlich langen Zeitraum in der französischen Schule des Partners/der Partnerin. Den Kontakt zu einem solchen Austauschschüler / einer solchen Austauschschülerin müssen sich die interessierten Schüler/innen selber herstellen, meistens klappt das mit der Hilfe des deutschfranzösische Jugendwerks, das als „Vermittlungsstelle“ fungiert.





Diejenigen Schüler/innen, die sich in der Oberstufe für den Französisch-Leistungskurs entscheiden, kommen auf einer einwöchigen Studienfahrt nach Nizza erneut in den Genuss des französischen Lebensweise und können ihre Kenntnisse über Sprache und Landeskunde weiter vertiefen, z.B. bei Stadtbesichtigungen, Museumsbesuchen und Erkundungen der malerischen Umgebung auf Küstenwanderungen.
Die deutsch-französische Freundschaft
Am 22. Januar 1963 wurde die deutsch-französische Freundschaft mit einem Freundschaftsvertrag der beiden Länder offiziell besiegelt. Staatsoberhäupter waren damals der französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler
Konrad Adenauer. Nur einen Steinwurf entfernt von unserer Schule, an der Ecke Tiergartenstraße / Klingelhöferstraße, reichen sich die beiden Staatsmänner, bildhauerisch dargestellt auf einem eindrücklichen Denkmal, die Hände. Anlässlich dieser historischen Begebenheit erinnern wir an unserer Schule an diesen feierlichen Tag mit von Schülern betriebenen Infoständen zur deutsch-französischen Freundschaft sowie den Erfahrungen aus den Austauschmöglichkeiten. Eingebettet ist diese Aktion in ein kleines Buffet selbst gebackener französischer Köstlichkeiten.



1. Der Fachbereich Geschichte am Canisius Kolleg
Die eminente Bedeutung der Geschichtsbetrachtung für die Allgemeinbildung ist spätestens durch Cicero klar benannt worden: Historia magistra vitae (Cic., de oratore II, 9). Obgleich damit bereits alles gesagt ist, sollen hierzu einige Erläuterungen folgen:
Zentrale Anliegen des Fachs
Was wollen wir im Geschichtsunterricht erreichen? Das Ziel ist es nicht, wie gemeinhin angenommen, Schülerinnen und Schüler möglichst viele Jahreszahlen auswendig lernen zu lassen. Vielmehr sollen diese befähigt werden, ihnen dargebotene Informationen und Zeugnisse der Vergangenheit schriftlicher, bildlicher oder sonstiger Art genau zu betrachten und aus der Entstehungszeit dieser Quellen heraus zu verstehen, historisch einzuordnen und zu beurteilen sowie ihre Erkenntnisse angemessen wiedergeben zu können (oder in der Terminologie des Rahmenplans: es geht um Analyse-, Urteils- und historische Narrationskompetenz). Weiterhin betonen die Rahmenlehrpläne für Geschichte in Berlin die Bedeutung einer umfassenden historischen Bildung, die Schülerinnen und Schüler befähigt, die Vergangenheit zu verstehen, die Gegenwart zu interpretieren und die Zukunft zu gestalten. Zu den zentralen Anliegen des Fachs gehören:
- Die Entwicklung von historischem Bewusstsein und die Fähigkeit, historische Ereignisse und Prozesse zu analysieren und zu interpretieren.
- Die Förderung von Urteilsfähigkeit und die Entwicklung von Argumentationskompetenz, um komplexe historische Sachverhalte zu bewerten.
- Die Vermittlung von Methodenkompetenz, um historische Quellen und Darstellungen kritisch zu bewerten und zu nutzen.
- Die Förderung von politischer Bildung und die Entwicklung von Handlungskompetenz, um Schülerinnen und Schüler zu befähigen, am demokratischen Prozess teilzunehmen und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.
Geschichte lehrt uns, wie gesellschaftliche Strukturen entstehen, wie Machtverhältnisse sich verändern und welche Konsequenzen daraus resultieren können. Sie gibt uns die Werkzeuge an die Hand, um kritisch zu reflektieren und zu analysieren, was in unserer Gesellschaft geschieht. Dabei ist es ein großer Standortvorteil unserer Schule, dass wir in einer Stadt beheimatet sind, in der Geschichte nicht nur theoretisch erlernbar, sondern auch praktisch erfahrbar ist. So besuchen unsere Schülerinnen und Schüler in der 10. Klasse die Gedenkstätten im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen und im Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen, um zu verstehen, was passieren kann, wenn Gesellschaften den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen und die Würde des Menschen nicht mehr als unverletzlichen Wert ansehen. Besonders eindrücklich waren hierbei die Zeitzeugengespräche, die dort oder auch in der Schule geführt werden konnten. So konnten in den letzten Jahren glücklicherweise noch Gespräche mit Überlebenden der Shoah in der Schule stattfinden.
Ein weiterer zentraler Aspekt, den wir in unserem Geschichtsunterricht betonen, ist der Umgang mit Informationen. Die immer schneller um sich greifende Digitalisierung hat den Zugang zu Wissen und Informationen revolutioniert, aber sie hat auch die Verbreitung von Fake-News und Fehlinformationen begünstigt. In diesem Kontext ist es entscheidend, dass Schülerinnen lernen, quellenkritisch zu arbeiten und Informationen kritisch zu hinterfragen und einzuschätzen. Hier setzt beispielsweise der Abiturschwerpunkt des dritten Semesters einen sinnvollen Schwerpunkt, indem er nicht nur NS-Propaganda zum Thema macht, sondern auch einen Vergleich mit den Kommunikationsstrategien der neuen Rechten einfordert. Der Geschichtsunterricht bietet den idealen Rahmen, um diese Fähigkeiten zu entwickeln. Durch die Analyse historischer Quellen, das Vergleichen verschiedener Perspektiven und das Diskutieren von Interpretationen fördern wir das kritische Denken. Schülerinnen lernen, Fragen zu stellen: Wer erzählt diese Geschichte? Welche Interessen könnten hinter bestimmten Darstellungen stecken? Wie beeinflussen historische Narrative unsere Sicht auf die Gegenwart?
Ein fundiertes Geschichtsbewusstsein ist nicht nur für die persönliche Entwicklung der Schüler*innen wichtig, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes. In einer Zeit, in der Extremismus und Intoleranz wieder auf dem Vormarsch sind, ist es unsere Verantwortung, junge Menschen dazu zu ermutigen, sich aktiv mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
2. Ausstattung, Räume und sonstige Besonderheiten / Kooperationen und Exkursionen
1. Fachübergreifende Kooperationen in der Sek. I nach Klassenstufen
| Klasse | Thema | Kooperationsfach |
| 7 | Judentum im Mittelalter | Religion |
| 8 | Reformation → Exkursion Wittenberg | Religion |
| 9 | Schulung Präsentationstechniken für die mPA | Kunst |
| 9 | Referate mit digitaler Präsentation | Religion |
| 10 | Exkursion Sachsenhausen Exkursion Hohenschönhausen | Religion |
Geschichtliche Exkursionen in der Oberstufe
Der Rahmenplan Geschichte für die Oberstufe sieht für jedes Semester eine Exkursion vor. Aus schulischer Sicht konkurriert diese Vorgabe mit dem Interesse daran, dass möglichst wenige Schüler in anderen Kursen fehlen. Wir bemühen uns, beiden Interessen, denen des Faches Geschichte und denen der anderen Fächer, gerecht zu werden; verbindlich sind am Canisius-Kolleg deswegen nur für den Leistungskurs alle vier Exkursionen, für den Grundkurs lediglich die zwei im dritten und vierten Semester.
Infrage kommen grundsätzlich entweder wissenschaftspropädeutische Ziele oder solche mit einem konkreten thematischen Bezug zum Semester.
In den ersten Bereich gehören zum Beispiel das Landesarchiv Berlin, dessen Programm „Schule trifft Archiv“ gelegentlich von uns wahrgenommen wird, oder Bibliotheken und Spezialarchive.
In den zweiten Bereich gehören natürlich die zahlreichen Berliner Museen, die Berlin-Brandenburgischen Schlösser, die diversen historischen Orte in Berlin, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen mit Bezug zu den beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts, zur deutschen Teilung und vieles andere mehr.
3. Stundentafel
Der Rahmenplan C des Faches Geschichte geht davon aus, dass Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 und 6 im Fach Gesellschaftswissenschaften unterrichtet werden und in den Klassen 7 bis 10 in den Fächern Ethik, Erdkunde, Politische Bildung und Geschichte bzw. Geschichte/Sozialkunde. Am Canisius-Kolleg gibt es das Fach Erdkunde nur in den Klassen 5 bis 7, das Fach Geschichte nur in den Klassen 7 bis 10 (und in der Oberstufe) und das Fach Politische Bildung nur in Klasse 10. Im Fach Geschichte werden auch sozialkundliche Themen behandelt. Weitere sozialkundliche Themen werden im Rahmen des obligatorischen Religionsunterrichts behandelt.
| Klasse | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| Stunden | 3 | 2 | 3 | 3 | 3 + 3 WP |
Grund- und Leistungskurse im Fach Geschichte
Die Grundkurse im Fach Geschichte dienen der Vermittlung einer fundierten Allgemeinbildung und der grundlegenden wissenschaftspropädeutischen Ausbildung. Sie führen in zentrale historische Fragestellungen, Problemkomplexe und Methoden ein und schaffen eine breite Grundlage für das Verständnis geschichtlicher Prozesse. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine differenzierte Perspektive auf historische Entwicklungen zu ermöglichen und ihre methodischen Kompetenzen zu stärken. Grundkurse werden dreistündig unterrichtet.
Die Leistungskurse im Fach Geschichte zeichnen sich durch ein höheres Maß an Abstraktion, Komplexität und Reflexion aus. Sie vertiefen die in den Grundkursen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten und fördern eine intensivere Auseinandersetzung mit Quellen und Darstellungen. Dabei wird ein besonderer Wert auf die selbstständige Anwendung historischer Methoden sowie die Vernetzung und den Transfer von Wissen gelegt. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu befähigt, eigenständig historische Fragestellungen zu entwickeln, fundierte Analysen durchzuführen und reflektierte Urteile zu formulieren. Durch den Geschichtsunterricht in der gymnasialen Oberstufe am Canisius-Kolleg werden die Schülerinnen und Schüler auf eine aktive und verantwortungsvolle Teilnahme am gesellschaftlichen Umgang mit Geschichte, an der Geschichts- und Erinnerungskultur sowie an der Gestaltung unseres demokratischen Gemeinwesens vorbereitet. Historisches Lernen wird dabei stets als Teil einer umfassenden Bildung verstanden, die Wissen, Werte und Handlungskompetenzen miteinander verbindet. Leistungskurse werden fünfstündig unterrichtet.
4. Eingeführte Lehrwerke
| Unter- und Mittelstufe | |
| Forum Geschichte – Neue Ausgabe Gymnasium Berlin/Brandenburg – Ausgabe ab 2017 · 7./8. Schuljahr Vom Mittelalter zum 19. Jahrhundert https://www.cornelsen.de/produkte/forum-geschichte-neue-ausgabe-vom-mittelalter-zum-19-jahrhundert-epochenueberblick-faecherverbindende-module-laengsschnitte-schulbuch-7-8-schuljahr-9783060647255 | Forum Geschichte – Neue Ausgabe Gymnasium Berlin/Brandenburg – Ausgabe ab 2017 · 9./10. Schuljahr Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart https://www.cornelsen.de/produkte/forum-geschichte-neue-ausgabe-vom-ersten-weltkrieg-bis-zur-gegenwart-basismodule-wahlmodule-faecherverbindende-module-schulbuch-9-10-schuljahr-9783060647262 |
| Buchners Kolleg Geschichte 1 Ausgabe Berlin © 2015 C.C.Buchner Verlag, Bamberg ISBN 978-3-661-32002-1 | |
| https://www.ccbuchner.de/_files_media/livebook/8562/ |
5. Kriterien der Notengebung
Leistungsbewertung Geschichte in der Sek. 1 (Stand 2025)
Kurzkontrollen (KK):
Pro Halbjahr wird in der Regel eine, höchstens zwei Kurzkontrollen geschrieben, die maximal 22,5 Minuten dauern, den Stoff der maximal 6 letzten Stunden umfassen und deren Aufgabenstellungen sich an den im Geschichtsunterricht zu erwerbenden Kompetenzen orientieren: Methodenkompetenz, Analysekompetenz, Deutungskompetenz, Urteils- und Orientierungskompetenz, Narrativität.
Die Kurzkontrollen gehen (insgesamt) mit ca. 20 % in die Gesamtnote ein.
Wichtig: Sprachliche Richtigkeit, Stil und äußere Form gehen mit insgesamt etwa 15 % in die Gesamtnote ein.
Lange Kurzkontrolle:
In der zehnten Klasse findet eine längere KK statt (45 bis 90 Minuten), um den Schülern vorzustellen, was sie in einer Oberstufenklausur in Geschichte erwartet. Diese findet im ersten Halbjahr statt, da zu Beginn des zweiten Halbjahres die Leistungskurse auf einer möglichst breiten Fakten- und Erfahrungsgrundlage gewählt werden sollen; diese KK soll mit 25 % in die Halbjahresnote eingehen.
Kurzkontrolle Politische Bildung: Im Bereich Politische Bildung des Faches Geschichte / Politische Bildung in der 10. Klasse wird im zweiten Halbjahr eine normale Kurzkontrolle unter den oben beschriebenen Bedingungen geschrieben; in diesem Halbjahr wird im Bereich Geschichte keine Kurzkontrolle geschrieben.
Referate:
Alle Schüler der neunten Klassen müssen entweder in Geschichte oder in Religion im Laufe des Schuljahres ein (Partner-)Referat halten, das methodisch auf die Prüfung in besonderer Form in der mPA vorbereiten soll. Die Nutzung eines digitalen Präsentationsmediums ist obligatorisch. Es sollen mindestens 3 Buchquellen genutzt werden, um die Schüler an die Literaturrecherche heranzuführen.
Das Referat soll mit 20 % in die Halbjahresnote desjenigen Halbjahres einfließen, in dem es gehalten wird – also mit 10 % in die Gesamtnote des Sommerzeugnisses.
In allen anderen Jahrgangsstufen können ebenfalls Referate gehalten werden, deren Modalitäten und Bewertungsmaßstab in den Händen des jeweiligen Fachlehrers liegen.
Weitere Bestandteile der AT-Note (80 %):
- Konstruktive und kontinuierliche Mitarbeit im Unterricht
- Konstruktive Arbeit in Team, Gruppe und Plenum
- Mündliche Wiederholung des Stoffes der letzten Unterrichtsstunde
- Kurzvorträge zur Präsentation der Ergebnisse von Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeiten (ggf. medial gestützt durch Folien, Plakate usw.)
- Hausaufgaben
- Hefterführung nach vorgegebenen Kriterien
Bewertungskriterien für Klausuren in der Sekundarstufe II im Geschichtsunterricht
- Die Aufgabenformate in den Klausuren orientieren sich immer am Abiturformat und am jeweiligen Lernstand der Schülerinnen und Schüler. Sie bereiten die Aufgabentypen des Zentralabiturs sukzessive vor. Dabei wird der Grad der Vorstrukturierung zurückgefahren.
- Die verschiedenen Klausurformate sollen bis zum Abitur eingeübt werden und nach Möglichkeit einmal als Klausur gestellt werden.
- Die Klausurlänge beträgt im Grundkurs 90 Minuten, im Leistungskurs 135 Minuten. Die erste LK-Klausur in Q3 wird in Abiturlänge geschrieben (180 Minuten). Auf Antrag kann auch eine andere Klausur in Abiturlänge geschrieben werden.
Bewertungskriterien für den Allgemeinen Teil in der Sekundarstufe II
Der Bewertungsbereich „Allgemeiner Teil“ erfasst die im Unterrichtsgeschehen durch mündliche, schriftliche und ggf. praktische Beiträge sichtbare Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Die Bewertungskriterien für eine Leistung müssen den Schülerinnen und Schülern transparent und klar sein. Der Stand der Kompetenzentwicklung wird sowohl durch Beobachtung während des Schuljahres (Prozess der Kompetenzentwicklung) als auch durch punktuelle Überprüfungen (Stand der Kompetenzentwicklung) festgestellt. Zur Überprüfung der sonstigen Mitarbeit kommen möglichst vielfältige Formen zum Einsatz:
- mündliche Beiträge zum Unterrichtsgespräch bzw. unterschiedliche Formen der selbstständigen und kooperativen Aufgabenerfüllung
- Präsentationen, z. B. im Zusammenhang mit Referaten
- von der Lehrkraft abgerufene Leistungsnachweise wie z. B. die schriftliche Übung
- individuelle Leistungen innerhalb von kooperativen Lernformen sowie bei der Vorbereitung und Durchführung von Podiumsdiskussionen, Exkursionen, Zeitzeugeninterviews, etc.
- Hausaufgaben, eigenständige Recherche, Protokolle
Kriterien für die Überprüfung der sonstigen Mitarbeit
Umfang und Grad des Kompetenzerwerbs werden unter folgenden Gesichtspunkten geprüft:
Umfang des Kompetenzerwerbs:
- Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit
- Eigenständigkeit der Beteiligung
Grad des Kompetenzerwerbs:
- Sachliche und (fach-)sprachliche Angemessenheit der Beiträge
- Reflexionsgehalt der Beiträge und Reflexionsfähigkeit gegenüber dem eigenen Lernprozess im Fach Geschichte
- Umgang mit anderen Schülerbeiträgen und mit Korrekturen
- Sachangemessenheit und methodische Vielfalt bei Ergebnispräsentationen
Als Orientierung können folgende Punkte herangezogen werden:
15 bis 13 Punkte
- Sehr regelmäßige Mitarbeit
- Sehr regelmäßige Hausaufgaben
Nachweis sehr guter Beherrschung der historischen Fachkompetenzen (Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz, Urteils- und Orientierungskompetenz) bei herausragender Narrativität durch Folgendes:
- bisher erarbeitetes Wissen auf neue Probleme anwenden und daraus weiterführende Schlüsse ziehen können
- Probleme erkennen und formulieren können
- Alternativen entwickeln und Überprüfungsmöglichkeiten erarbeiten können
- richtige Handhabung der Fachausdrücke
- allgemein verständliche Ausdrucksweise
- in ausgewählten Situationen (z. B. Gruppenunterricht) Lehrerfunktion übernehmen können (z. B. Diskussionsleitung)
- Beiträge anderer Schüler aufnehmen und kritisch auswerten, ohne die Leistung anderer Schüler dabei abzuwerten
- Auswertung von Gruppenarbeit oder anderen Erarbeitungsphasen übernehmen können
12 bis 10 Punkte
- regelmäßige Mitarbeit
- regelmäßige Hausaufgaben
Nachweis guter Beherrschung der historischen Fachkompetenzen (Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz, Urteils- und Orientierungskompetenz) bei überzeugender Narrativität durch Folgendes:
- bisher erarbeitetes Wissen auf neue Probleme anwenden und ansatzweise weiterführende Schlüsse daraus ziehen können
- bei Erarbeitungsphasen andere Schüler bei der Lösung eines Problems unterstützen können
- Probleme erkennen und formulieren können
- Alternativen mitentwickeln und Überprüfungsmöglichkeiten miterarbeiten können
- richtige Handhabung der Fachausdrücke
- allgemein verständlich
- Beiträge anderer Schüler aufnehmen und kritisch auswerten können
9 bis 7 Punkte
- regelmäßige Mitarbeit
- meist Hausaufgaben
Nachweis der Beherrschung der historischen Fachkompetenzen (Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz, Urteils- und Orientierungskompetenz) bei meist gelungener Narrativität durch Folgendes:
- bisher erarbeitetes Wissen wiedergeben und ansatzweise auf Probleme anwenden können
- während der Erarbeitungsphasen bei der Lösung des Problems mitarbeiten können
- auf Beiträge anderer Schüler eingehen können
- Fachausdrücke verwenden können
6 bis 4 Punkte
- gelegentliche Beteiligung des Schülers und Nachfragen des Lehrers lassen erkennen, dass der Unterricht weitgehend verfolgt wird
- Hausaufgaben sollten erledigt werden, bzw. wenn dies wegen des Schwierigkeitsgrades nicht möglich ist, sollte der Schüler themenbezogen begründen können, weshalb er seine Hausaufgaben nicht erledigen konnte
Nachweis der ansatzweisen Beherrschung der historischen Fachkompetenzen (Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz, Urteils- und Orientierungskompetenz) bei verständlicher Narrativität durch Folgendes:
- Themenschwerpunkte verstehen und mit eigenen Worten wiedergeben können
- Aufgaben mit anderen Schülern zusammen bearbeiten und nach der Erarbeitungsphase einfache Aufgabenteile selbständig vortragen können
3 bis 1 Punkte
- der Schüler beteiligt sich trotz Nachfragen des Lehrers nur selten und/oder seine Beiträge sind nur selten verwendbar
- elementare Grundkenntnisse sind nur teilweise vorhanden
0 Punkte
- Auch bei Nachfragen des Lehrers keine Beteiligung
- Grundkenntnisse sind nicht vorhanden
6. Schulinterne Curricula
Die Berliner Lehrpläne werden aktuell umgestellt, so dass sich auch das schulinterne Curriculum in einer Phase der Umstellung befindet.
Die offiziellen Dokumente finden sich unter diesen Links:
Sekundarstufe 1: Bildungsserver Berlin
Oberstufe: Rahmenlehrpläne Oberstufe
1. Der Fachbereich Japanisch am Canisius Kolleg
Das Canisius-Kolleg bietet ab der Obertertia (9. Klasse) Japanisch als vierte Fremdsprache an. Das Fach wird in den ersten zwei Jahren als Zusatzleistung nach dem regulären Unterricht geführt, in der Oberstufe wird es zu einem ordentlichen Schulfach und in das Kurssystem integriert. Der Umfang beträgt 3 Stunden pro Woche. Die Teilnahme ab der 9. Klasse ist Voraussetzung für den Grundkurs Japanisch. Darüber hinaus kann Japanisch als 4. oder 5. Prüfungsfach im Abitur gewählt werden. Das Erlernen der Sprache bietet den Schülern die Möglichkeit, neben Englisch, Latein und Französisch bzw. Griechisch auch eine außereuropäische Sprache kennen zu lernen. Im Rahmen des Unterrichts wird aber nicht nur die reine Sprache gelehrt, sondern die Schüler erhalten auch fundierte Einblicke in die Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft des Landes. Die japanischen Schriftarten und Zeichen sind zwar sehr komplex, aber keineswegs unmöglich zu erlernen. Von Anfang an werden Schreib- und Leseübungen anhand von authentischen Texten durchgeführt, sodass die Schüler schnell lernen, sich in dem neuen Sprachsystem zurechtzufinden.
Außerdem können die Schüler an dem Japanese Language Proficiency Test teilnehmen, wodurch man ein international anerkanntes Zertifikat des individuellen Sprachniveaus erhält.
Schließlich gibt es einige Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt in Japan zu absolvieren: Man kann zum Beispiel bis zu einem Jahr an einer der Partnerschulen in Tokyo verbringen. Weiter ist auch ein 3- bis 4-wöchiger Sprachkurs in den Sommerferien immer möglich. Darüber hinaus wird ein zweijährlich stattfindender Schüleraustausch mit der Koyamadai High School in Tokyo angeboten. Bei diesem Austausch treffen die Teilnehmer im ersten Jahr für drei Wochen in den Sommerferien in Berlin zusammen, im zweiten Jahr fahren die deutschen Teilnehmer für drei Wochen zu den Gastfamilien in Tokio. Bei dem jahrgangübergreifenden Austausch werden die Teilnehmer unter Betrachtung der aktiven und engagierten Teilnahme am Unterricht sowie dem Motivationsschreiben ausgewählt. Ein großer Teil der Verantwortung für Programmplanung und –durchführung für den ersten Teil in Berlin liegt bei den Teilnehmern selbst, die aber selbstverständlich durch Ehemalige sowie Betreuungspersonen unterstützt werden. Die Wahl des Faches Japanisch am Canisius-Kolleg ab der Obertertia bietet also eine ideale Möglichkeit, seinen Wissenshorizont Richtung Fernost zu erweitern und das Land Japan aktiv kennen zu lernen.
2. Schulinternes Curriculum Japanisch für die Mittel- und Oberstufe am Canisius-Kolleg
Das Canisius-Kolleg bietet ab der Obertertia (9. Klasse) Japanisch als vierte Fremdsprache an. Das Fach wird in den ersten zwei Jahren als Zusatzleistung nach dem regulären Unterricht geführt, ab der 11. Klasse wird es zu einem ordentlichen Schulfach und in das Kurssystem integriert. Der Umfang beträgt 3 Stunden pro Woche. Die Teilnahme ab der 9. Klasse ist Voraussetzung für den Grundkurs Japanisch. Darüber hinaus kann Japanisch als 4. oder 5. Prüfungsfach im Abitur gewählt werden.
Das Erlernen der Sprache bietet den Schülern die Möglichkeit, neben Englisch, Latein und Französisch bzw. Griechisch auch eine außereuropäische Sprache kennen zu lernen. Im Rahmen des Unterrichts wird aber nicht nur die reine Sprache gelehrt, sondern die Schüler erhalten auch fundierte Einblicke in die Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft des Landes.
Als Basis dient das 2-bändige Lehrbuch „Minna no Nihongo (Japanisch für alle)“. Der Unterricht wird darüber hinaus interaktiv mit weiterführenden Lehrmaterialien wie z.B. e-Learning oder Sprech- und Hörverständigungsmaterialien sowie Leseübungen anhand von Zeitungsartikeln gestaltet. Dadurch wird eine über den einfachen Alltagsgebrauch hinausgehende Sprachkompetenz gefördert.
Die japanischen Schriftarten (Hiragana & Katakana) werden im ersten Semester fertig erlernt. Die Chinesischen Zeichen (Kanji) werden auch von der Anfangsphase an eingeführt. Von Anfang an werden Schreib- und Leseübungen anhand von authentischen Texten durchgeführt, sodass die Schüler schnell lernen, sich in dem neuen Sprachsystem zurechtzufinden.
Die Schüler können an dem Japanese Language Proficiency Test teilnehmen, wodurch man ein international anerkanntes Zertifikat des individuellen Sprachniveaus erhält.
Schließlich gibt es einige Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt in Japan zu absolvieren: Man kann zum Beispiel bis zu einem Jahr an einer der Partnerschulen in Tokyo verbringen. Weiter ist auch ein 3- bis 4-wöchiger Sprachkurs in den Sommerferien immer möglich. Darüber hinaus wird ein zweijährlich stattfindender Schüleraustausch mit der Koyamadai High School in Tokyo angeboten. Bei diesem Austausch treffen die Teilnehmer im ersten Jahr für drei Wochen in den Sommerferien in Berlin zusammen, im zweiten Jahr fahren die deutschen Teilnehmer für drei Wochen zu den Gastfamilien nach Tokio. Bei dem jahrgangübergreifenden Austausch stehen 8 Plätze zur Verfügung und die Teilnehmer werden unter Betrachtung der aktiven und engagierten Teilnahme am Unterricht sowie dem Motivationsschreiben ausgewählt. Ein großer Teil der Verantwortung für Programmplanung und –durchführung für den ersten Teil in Berlin liegt bei den Teilnehmern selbst, die aber selbstverständlich durch Ehemalige sowie Betreuungspersonen unterstützt werden. Die Wahl des Faches Japanisch am Canisius-Kolleg ab der Obertertia bietet also eine ideale Möglichkeit, seinen Wissenshorizont Richtung Fernost zu erweitern und das Land Japan aktiv kennen zu lernen. Durch die Vermittlung des anders gearteten Systems von Schrift und Sprache im Japanischen werden andere Denk- und Wahrnehmungstrukturen gefördert, die für die Schülerinnen und Schüler eine anspruchsvolle Herausforderung und eine Bereicherung darstellen.
Die in der Schule erlangte Vertrautheit mit der japanischen Gesellschaft und Kultur kann später der Schlüssel zu beruflichen Tätigkeiten im Rahmen der historisch gewachsenen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Japan sein.
3. Ziel des Unterrichts
Die zentralen Ziele des Unterrichts bestehen in der Erweiterung der durch die bereits gelernte Fremdsprache erworbenen interkulturellen Fremdsprachen Handlungsfähigkeit. Durch sie wird es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, direkten Kontakt mit Japanern aufzunehmen und interkulturelle Begegnungssituationen zu bewältigen. Es werden dabei kulturelle und sprachliche Kenntnisse zu interkultureller Kommunikation und Handlungsfähigkeit entwickelt, Aufgeschlossenheit gegenüber Japan und Japanern ausgebildet, Verständnis und Toleranz für Menschen in anderen Kulturkreisen gewonnen, was die Reflexion der eigenen Denk- und Lebensweise nach sich zieht. Durch Offenheit für fremde Kulturen und im Vergleich mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit lernen sie diese Situationen erfolgreich zu meistern, zu genießen und als Bereicherung zu empfinden.
In der Oberstufe vertiefen und erweitern die Schülerinnen und Schülern die in der Mittelstufe erworbenen Kompetenzen. Defizite werden ausgeglichen und Stärke weiterentwickelt. Es wird erwartet, fachliche und methodischen Kenntnisse und Fertigkeiten selbständig anzuwenden.
Schülerinnen und Schüler können die Niveaustufen F am Ende der Jahrgangsstufe 10 erreichen. Das Erreichen der Niveaustufe F ist Voraussetzung für den Übergang in die Oberstufe.
4. Inhalte des Unterrichts
| 3 Unterrichtsstunden | Oberstufe | |
| Unterrichtsstunden pro Woche | 3 Unterrichtsstunden | 3 Unterrichtsstunden |
| Bewertung | 3 Klassenarbeiten pro Jahr | 1 Klausur pro Halbjahr |
| Lehrbuch | Minnna no Nihongo Band Ⅰ („Japanisch für alle“) | Minnna no Nihongo Band + ⅠⅡ |
| Lektionen | Für das erste Jahr: L1 – L7 Für das zweite Jahr: L8 – L14 | 12 Klasse: L15 – 21 13 Klasse: L22 – 27 |
| Neu erlernter Wortschatz | ca. 700 | ca. 700 |
| Neue erlernte Kanjis | Bedeutung erkennen: ca. 200 | Bedeutung erkennen: ca. 300 lesen: ca. 100 |
5. Inhalte der Kurshalbjahre
In der Oberstufe wird pro Kurshalbjahr im Grundkursfach ein Thema behandelt.
In jedem Kurshalbjahr halten die Schülerinnen und Schüler zwei Referate (auf Deutsch und Japanisch) bezüglich des jeweiligen Themas des Kurshalbjahres
Kurshalbjahr (j-1): japanische Kultur – kulturelle Identität –
- Literatur
- Bildende Kunst
- Darstellende Kunst
- Musik
- Religion
Kurshalbjahr (j-2): Geschichte Japans– Nationale Identität –
- Frühzeit
- Mittelalter
- Edo-Zeit
- Meiji-Zeit
- Moderne Zeit
Kurshalbjahr (j-3):Politik Japans– Herausforderungen der Gegenwart –
- System der Politik nach 1945
- Strukturprobleme des 21. Jahrhunderts
- Umweltpolitik
- Internationale Beziehungen Japans
Kurshalbjahr (j-4): Gesellschaft in Japan – Individuum und Gesellschaft –
- Familienleben
- Schule und Bildung
- Berufsleben
- Lebensphilosophie
6. Kompetenzen
Die formulierten Kompetenzerwartungen beziehen sich auf die fremdsprachlichen Standards im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für das Lernen und Lehren von Sprachen des Europarates. In allen folgenden Kompetenzbereichen werden die Schülerinnen und Schüler am Ende der Oberstufe das Niveau Ende A2 bzw. B1 (zwischen A2 und B1) erreichen.
7. Fachbezogenen Kompetenzen
interkulturelle Kompetenz
Die formulierten Kompetenzerwartungen beziehen sich auf die fremdsprachlichen Standards im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für das Lernen und Lehren von Sprachen des Europarates. In allen folgenden Kompetenzbereichen werden die Schülerinnen und Schüler am Ende der Oberstufe das Niveau Ende A2 bzw. B1 (zwischen A2 und B1) erreichen.
Die Schülerinnen und Schüler entwickelt eine interkulturell sensible, von Offenheit und Respekt geprägte Kommunikationsfähigkeit.
Mittelstufe:
Die Schülerinnen und Schüler können
elementare kulturspezifische Sprach- und Verhaltensmuster
SchiCK für die Sekundarstufe II (Gymnasiale Oberstufe: Klasse 11-12-13)
landeskundliche und kulturspezifische Gegebenheiten Japans wahrnehmen, diese mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit und Kultur vergleichen.
kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede, überdies auch Fremdes und Ungewohntes, offen und interessiert erleben, Unterschiede wahrnehmen, ohne diese in Beziehung zu eigenen Wertmaßstäben zusetzen.
Fachbereich Kunst
1. Kunst am Canisius-Kolleg
Angesichts einer Wirklichkeit, die immer stärker medial geprägt ist und sich durch KI-generierte Bildwelten weiter verändern wird, ermöglicht das Fach Kunst unmittelbar sinnliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Werkstoffen und trägt damit in besonderem Maße zur ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler bei. Die vermittelten Inhalte reichen von traditionellen künstlerischen Techniken wie Zeichnen, Malen und plastischem Gestalten über die Bereiche Design, Alltagskultur, Architektur und Medien bis zu prozesshaften Kunstformen wie Film und Performance. Auf diese Weise findet gleichzeitig eine Einführung in verschiedene Berufsfelder im gestalterischen Bereich statt. Ziele des Kunstunterrichts sind es, Freude an kreativen Gestaltungsprozessen und entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln sowie die Schülerinnen und Schüler zu einem differenzierten Blick auf die visuellen Phänomene in ihrer Umwelt zu befähigen.
Die Medienbildung verbindet im Fach Kunst sowohl den analogen und digitalen Bereich (zum Beispiel Druckverfahren, analoge und digitale Fotografie/Zeichnung) als auch die Aspekte Produktion und Rezeption. Das iPad wird dabei als kreatives Werkzeug genutzt und zugleich altersangemessen vertieft in seinen kritischen Aspekten reflektiert (zum Beispiel Quellenkritik, Manipulation, Künstliche Intelligenz).
In der Unter- und Mittelstufe geht es zunächst darum, ein breites Spektrum an Materialien und Techniken sowie Beispiele aus der Kunst- und Kulturgeschichte kennen zu lernen. Hierbei steht die Lust am praktischen Tun an erster Stelle. Zugleich leiten wir die Schülerinnen und Schüler dazu an, ihren Arbeitsprozess und das entstandene Produkt anhand von Kriterien zu beurteilen. Im 6. und 7. Jahrgang teilen wir die Klassen, um die Kinder im Werkunterricht und bei materialintensiven Aufgabenstellungen besser begleiten zu können. Im 8. und 9. Jahrgang findet der Kunstunterricht epochal im Wechsel mit Musik statt. In der 9. Klasse wählen die Jugendlichen, welches der beiden musischen Fächer sie in der 10. Klasse weiterführen. Bis zum Ende der Sekundarstufe I verfügen sie dann über einen Fundus an künstlerischen Gestaltungsmitteln und einen ersten Überblick über wichtige Epochen der Kunstgeschichte in ihren globalen Zusammenhängen. Das Schulinterne Curriculum ist so konzipiert, dass sich in verschiedenen Jahrgangsstufen Möglichkeiten fachübergreifenden und fächerverbindenden Arbeitens ergeben. In der Integrierten Sekundarschule (ISS) Pedro Arrupe wird das Fach Kunst fortlaufend epochal von den Willkommensklassen 7/8 bis zur 10. Jahrgangsstufe unterrichtet. Durch vielfältige Möglichkeiten des nicht-sprachlichen Ausdrucks und interkulturellen Austauschs
trägt es dazu bei, integrativ zu wirken und Sprachbarrieren abzubauen. (Abb. 2) Der Kunstunterricht setzt bei der individuellen
ästhetischen Praxis und der Lebenswelt der Jugendlichen an. Außerdem werden Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Werken/
Textiles Gestalten vermittelt, die der beruflichen Orientierung dienen können. Hier bietet sich die projektbezogene Zusammenarbeit mit dem Fach WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik) an.
In der Einführungsphase (E-Phase) entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler der ISS zwischen Musik und Kunst. Um den Übergang in die gymnasiale Oberstufe zu erleichtern und die beiden Schulzweige Gymnasium und ISS miteinander zu verbinden, werden die Schülerinnen und Schüler der E-Phase und der 10. Klassen des Gymnasiums in den Fächern Kunst und Musik in gemeinsamen Kursen unterrichtet.
In der Qualifikationsphase (Q-Phase) findet der Unterricht dreistündig in Grundkursen statt, wodurch der kunsttheoretische Aspekt an Umfang und Bedeutung zunimmt. Die Aufgabenstellungen fördern stärker das eigenverantwortliche Arbeiten der Jugendlichen (z. B. in Form von Semesteraufgaben, Portfolio- oder Projektarbeit) und bereiten sie auf die Anforderungen des schriftlichen und mündlichen Abiturs sowie der 5. Prüfungskomponente vor.
In allen Jahrgangsstufen und in beiden Schulformen werden regelmäßig Exkursionen an künstlerisch oder architektonisch bedeutende Orte in Berlin und Umgebung durchgeführt. Als günstig erweist sich hier die Nähe der Schule zu Museen und Architekturbeispielen. Die Präsentation von Schülerarbeiten in oder auch außerhalb der Schule ist ein selbstverständlicher Bestandteil des Schullebens. Außerdem finden Kooperationen mit außerschulischen Bildungspartnern wie der Camaro-Stiftung
oder der Akademie der Künste statt. Künstlerisch besonders interessierte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, an Arbeitsgemeinschaften wie der Näh-AG teilzunehmen. Außerdem werden thematisch interessante Wettbewerbe genutzt, um das
kreative Potential und die Motivation der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Beispielhaft seien hier der Europäische
Wettbewerb und der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ erwähnt, bei dem der Kunstkurs des 2. Semesters im Jahr 2016 für sein Fotoprojekt „Geflüchtet“ im Schloss Bellevue sogar mit dem 3. Platz ausgezeichnet wurde
2. Ausstattung und Räume
Die beiden geräumigen, hellen Zeichensäle im zweiten Stock des Canisius-Kollegs haben durch ihre großen Deckenfenster
atelierähnlichen Charakter . Darüber hinaus gibt es einen gut ausgestatteten Werkraum und eine Textilwerkstatt mit 16 Nähmaschinen, ein Fotolabor, einen Brennofen für Keramikarbeiten und eine Druckerpresse für Hoch- und Tiefdruck. Für Arbeiten am Computer wie Präsentationen, digitale Bildbearbeitung und Filmprojekte nutzen wir bis zur Einführung der iPads
in Jahrgangsstufe 9 die mobilen iPad-Koffer oder den fachübergreifenden Computerraum.
3. Stundentafel
| Schulform / Jahrgangsstufe | Gymnasium | ISS Pedro Arrupe |
| 5 | 2-stündig | – |
| 6 | 2-stündig, Teilungsunterricht | – |
| 7 | 2-stündig, Teilungsunterricht | 2-stündig epochal |
| 8 | 2-stündig epochal | 2-stündig epochal |
| 9 | 2-stündig epochal | 2-stündig epochal |
| 10 | 2-stündig, Wahl Kunst oder Musik; gemeinsame Kunstkurse der 10. Klassen (Gym) und der E-Phase (ISS) | 2-stündig epochal |
| E-Phase | 2-stündig, Wahl Kunst oder Musik; gemeinsame Kunstkurse der E-Phase (ISS) und der 10. Klassen (Gym) | |
| Q-Phase | 3-stündig (Grundkurs) |
4. Eingeführte Lehrwerke
In der Unter- und Mittelstufe arbeiten wir mit den Büchern Bildende Kunst 1, 2 und 3 von Schroedel, dem Buch „Kunst entdecken 2“ von Cornelsen und dem „Schulbuch Baukultur“ (hrsg. von der Bundesstiftung Baukultur). In der Oberstufe setzen wir punktuell die Lehrwerke Grundkurs Kunst 1–4 von Schroedel ein.
5. Kriterien der Notengebung
Der Fachbereich Mathematik am Canisius Kolleg
Der griechische Mathematiker und Physiker Archimedes (285 v.Chr. – 212 v.Chr.) soll gesagt haben:
„Es gibt Dinge, die den meisten Menschen unglaublich erscheinen, die sich nicht mit Mathematik beschäftigt haben.“

Uns begegnen im Mathematikunterricht viele Fragen, die auf den ersten Blick unlösbar scheinen, vermeintlich unglaubliche Phänomene und Rätsel. Wir beschäftigen uns mit Geometrie, Gleichungen und Funktionen sowie Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Neben Englisch, Latein und Französisch oder Alt-Griechisch lernen die Schülerinnen und Schüler durchgängig die Sprache der Mathematik, ihre Gesetze, Regeln und Möglichkeiten zur Modellierung unserer Umwelt.
Wir schaffen Anlässe, genauer hinzusehen, zu knobeln, zu schlussfolgern, zu prognostizieren, zu argumentieren und zu kommunizieren, natürlich auch zu rechnen und zu probieren und die Ergebnisse zu überprüfen – und dabei versuchen wir, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik zu fördern oder überhaupt erst zu entwickeln. Und bisweilen gelingt es, dem einen oder anderen Kind ein kleines freudvolles „Heureka!“ zu entlocken.
(Projektarbeit einer Schülerin in Q4 (Abitur 2026))
Der Fachbereich
Wir sind zurzeit 15 Lehrkräfte, die am Canisius-Kolleg Mathematik unterrichten; viele von uns unterrichten als zweites Fach dazu Physik oder Naturwissenschaften, aber auch Latein, Informatik, Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) oder Sport.
Seit dem Schuljahr 2025/26 nehmen drei Kolleginnen und Kollegen an dem bundesweiten Programm QuaMath zur Weiterentwicklung der Qualität mathematischer Bildung teil. Die Erkenntnisse dieser Fortbildungsreihe werden in den Folgejahren sukzessive im Fachbereich präsentiert und implementiert.
Wettbewerbe

Großer Beliebtheit erfreut sich jedes Schuljahr der Känguru-Wettbewerb, an dem meist um die 250 Schülerinnen und Schüler unserer Schule teilnehmen. Außerdem rätseln jährlich zahlreiche Klassen im Rahmen des Wettbewerbs „Mathe im Advent“. Für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler führen wir die Mathematik-Olympiade (MOL) durch, bei der die 1. Runde in häuslicher Arbeit erfolgt. Bei guten Ergebnissen folgt die Teilnahme an der 2. Runde in Klausurform in der Schule; der Teilnehmer bzw. die Teilnehmerin mit dem besten Ergebnis einer Klassenstufe nimmt dann an der Berlin-weiten 3. Runde teil. Auch regen wir unsere Schülerschaft zur Teilnahme am Tag der Mathematik und am Bundeswettbewerb Mathematik an.
(Bild: Preise des Känguru-Wettbewerbs 2024)
Begabtenförderung und Förderung im Fach Mathematik
Seit 2024 bieten wir eine Begabtenförderung im Fach Mathematik an; entsprechend der Resultate bei der MOL und auf Empfehlung der Mathematiklehrkräfte kommen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 14-tägig für eine Doppelstunde zur intensiven Beschäftigung mit anspruchsvollen Fragestellungen zusammen, die für Mathematik begeistern und auch der Übung für die nächste MOL dienen sollen.
Zur Unterstützung bei Lernschwierigkeiten bieten wir nach Möglichkeit in wechselnden Jahrgängen Mathematik-Förderstunden an.
Mathe-Schaukasten
Regelmäßig wird ein Schaukasten im Neubau-Foyer unserer Schule mit aktuellen Informationen zu Wettbewerben und Veranstaltungen sowie mathematischen Fragen, Rätseln oder Darstellungen zu berühmten Mathematikern gestaltet.

Stundentafel Mathematik
Mathematik ist die gesamte Schulzeit über ein verpflichtendes Hauptfach. In den Klassenstufen 5 bis 10 stehen wöchentlich vier Stunden Mathematik auf dem Stundenplan. Eine Ausnahme bildet die Quinta (6. Klasse). In dieser Jahrgangsstufe gibt es eine weitere Mathestunde in der Woche, in der die Klasse geteilt wird und wöchentlich wechselnd eine Hälfte der Klasse am sogenannten Digi-Unterricht teilnimmt. Hier wird das Arbeiten mit der Software GeoGebra sowie mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Calc erlernt, während die andere Hälfte der Klasse den aktuellen Unterrichtsstoff vertieft und übt.
In der ISS Pedro Arrupe wird Mathematik in den Klassen 7, 8 und 9 vierstündig unterrichtet, in der 10. Klasse fünfstündig. In den Klassenstufen 9 und 10 unterrichten nach Möglichkeit zwei Lehrkräfte im Team, um durch Differenzierung eine individuellere Förderung zu gewährleisten. Die 11. Klasse bildet die Einführungsphase zur gymnasialen Oberstufe, in der beide Schulformen zusammengeführt werden und die SuS den fünfstündigen Leistungskurs oder den dreistündigen Grundkurs wählen.
| Klassenstufe | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | Q1-Q4 |
| Stundenzahl im Fach Mathematik | 4 | 5 | 4 | 4 | 4 | 4/5 | 4 | 3/5 |
Eingeführte Lehrwerke
Wir verwenden im Mathematikunterricht am CK in der Sekundarstufe I das Buch „Elemente der Mathematik“ (Westermann), in der Oberstufe seit dem Schuljahr 2024/25 „Fundamente der Mathematik“ (Cornelsen). Die Klassen 8 bis 10 der ISS Pedro Arrupe werden mit dem Lehrwerk „Zahlen und Größen“ (Cornelsen) unterrichtet.
Ergänzt wird der Unterricht in beiden Schulformen durch individuelles Material.
Arbeit mit der digitalen Lernplattform BETTERMARKS
Alle Lernenden erhalten kostenfrei einen Bettermarks-Account. Die Arbeit mit der digitalen Lernplattform kann im Rahmen des Unterrichts unterschiedlich gestaltet werden: als Übungsstunden am iPad oder im Computerraum, als Hausaufgaben oder als zusätzliche fakultative Übungen.
Kriterien der Notengebung im Fach Mathematik
In jedem Schulhalbjahr werden im Fach Mathematik mindestens zwei Klassenarbeiten geschrieben; nach Ermessen der Lehrkraft kann eine Kurzkontrolle hinzukommen. In die Bewertung der Klassenarbeiten gehen neben der fachlichen und fachsprachlichen Richtigkeit die sprachliche Richtigkeit und äußere Form zu 5 bis 10% ein; dies wird separat kenntlich gemacht. Die Note wird dann entsprechend der erbrachten Leistung gegeben:
| Notengebung im Gymnasialzweig (Klasse 5 bis 10): | |||||||
| erbrachte Leistung in Prozent | ab 90% | ab 75% | ab 60% | ab 50% | ab 45% | ab 18% | < 18% |
| Note | 1 | 2 | 3 | 4 | 4- | 5 | 6 |
| Notengebung im Sekundarschulzweig (9e und 10e): | |||||||
| erbrachte Leistung in Prozent | ab 90% | ab 75% | ab 60% | ab 45% | ab 15% | < 14,5% | |
| Note im erweiterten Niveau (ER) | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| Punkte | 15-13 | 12-10 | 9-7 | 6-4 | 3-1 | 0 | |
| erbrachte Leistung in Prozent | ab 90% | ab 75% | ab 60% | ab 45% | ab 15% | < 14,5% | |
| Note im Grundniveau (GR) | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| Punkte | 12-10 | 9-7 | 6-5 | 4-3 | 2-1 | 0 | |
Die Noten aus den schriftlichen Leistungen gehen zu etwa 55% in die Zeugnisnote ein. Der Allgemeine Teil, der zu etwa 45% in die Zeugnisnote eingeht, umfasst Umfang und Qualität der Mitarbeit im Unterricht, das Erledigen der Hausaufgaben, Tests und sonstige im Unterricht erbrachte Leistungen. Beispiele zur Selbsteinschätzung und Bewertung des Allgemeinen Teils finden Sie hier.
Schulinterne Curricula im Fach Mathematik
Die Schulinternen Curricula am Canisius-Kolleg (SchiCK) im Fach Mathematik finden Sie hier:
SchiCK für die Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10)
SchiCK für die ISS Pedro Arrupe (Klasse 8-10)
SchiCK für die Sekundarstufe II (Gymnasiale Oberstufe: Klasse 11-12-13)
Fachbereich Sport
1. Vorstellung des Fachbereichs Sport
Bewegung, Spiel und Sport haben am Canisius-Kolleg einen hohen Stellenwert. Der Fachbereich Sport fördert Freude an Bewegung, Gesundheitsbewusstsein, Fairness und Teamfähigkeit.
Der Sportunterricht erstreckt sich über die gesamte Sekundarstufe I und II und wird durch Sportfahrten, Arbeitsgemeinschaften, schulische Wettbewerbe sowie sportliche Projekte ergänzt. Besonders talentierte und engagigerte Schülerinnen und
Schüler werden von den Sportlehrkräften für Schulmannschaften angesprochen. Im Fußball, Laufen, Rudern, und Basketball konnten die Mannschaften des Canisius Kolleg dabei in den vergangenen Jahren einige berlinweite Wettbewerbe gewinnen.
2. Ausstattung, Räume und besondere Schwerpunkte
Für den Sportunterricht stehen zwei Sporthallen, Außensportanlagen, eine modernisierte Schwimmhalle sowie umfangreiche Sportmaterialien zur Verfügung.
Besondere Schwerpunkte sind:
– der durchgängige Schwimmunterricht in Jahrgang 7 im Stadtbad Tiergarten
- ein breites Angebot an Sport-Grundkursen in der Oberstufe
- Im Sommer Sportunterricht im Tiergarten
– bewegungsfeldübergreifender Unterricht (u. a. Spielsport, Ausdauer, Fitness, Radfahren, Wassersport)
3. Stundentafel
Sekundarstufe I
– Klassen 5–7: drei Wochenstunden Sport
– Klassen 8–10: zwei Wochenstunden Sport
– Gemeinsamer Sportunterricht der ISS Pedro Arrupe und der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums
Sekundarstufe II
– Sport als verpflichtender Grundkurs in allen vier Halbjahren
– Angebot von 12 unterschiedlichen Sport-Grundkursen
– Möglichkeit, Sport als 4. oder 5. Prüfungskomponente im Abitur zu wählen
4. Eingeführte Lehrwerke
In der Sekundarstufe I wird kompetenzorientiert ohne festes Lehrbuch gearbeitet.
In der Oberstufe werden sportwissenschaftliche Materialien sowie ausgewählte Lehrwerke zur Trainingslehre und Bewegungsanalyse genutzt.
5. Kriterien der Notengebung
Sekundarstufe I
– 50 % Allgemeine Leistung (Leistungsüberprüfungen, Technik, Taktik, Leistungsentwicklung)
– 50 % Allgemeiner Teil (Mitarbeit, Fairness, Helfen und Sichern, Verantwortungsübernahme)
Gymnasiale Oberstufe
Die Leistungsbewertung erfolgt gemäß den Vorgaben der AV gymnasiale Oberstufe Berlin. Eine schriftliche Klausur findet nicht statt.
– 2/3 Allgemeiner Teil (AT): Die Sportpraktische Leistung im Verlauf des Semesters ist entscheidend, dazu Mitarbeit, Engagement, kooperatives und faires Verhalten, Helfen und Sichern, Reflexion
– 1/3 Leistungsanteil: Ausdauerleistung, theoretische Anteile sowie zwei sportpraktische Prüfungen pro Halbjahr







