Schule

„Gott in allen Dingen finden“

Wir sind überzeugt: Schule muss mehr sein als ein Ort der Wissensvermittlung. Deshalb ist es unser Anliegen, dass junge Menschen lernen, selbstständig zu denken und kritisch zu reflektieren. Dazu gehört auch, dass die Frage nach Gott und nach Gerechtigkeit stets wachgehalten wird. Bei all dem sehen wir den Einzelnen immer als Person, also mit ganz individuellen Eigenschaften, Bedürfnissen und Talenten. Schüler erhalten eine umfassende Bildung, können sich entfalten und entdecken gemeinsam die Freude am Einsatz für andere Menschen und für das Allgemeinwohl.

Ein Überblick

  • 820 Schülerinnen und Schüler besuchen das Canisius-Kolleg. Etwa 680 davon sind Mitglied unseres Jugendverbandes ISG. Ca. 70 Schülerinnen und Schüler besuchen unsere Nachmittagsbetreuung.
  • Wir sind offen für alle Schüler und Schülerinnen ab der fünften Klasse. Quereinsteigende bis zur 10. Klasse sind willkommen, sofern freie Schulplätze vorhanden sind. Wir nehmen gerne auch junge Menschen in die Oberstufe auf.
  • In der Regel nehmen unsere Schülerinnen und Schüler am katholischen Religionsunterricht teil. Junge Menschen anderer Weltanschauungen und Religionen sind herzlich willkommen, sie erhalten bei uns ebenfalls katholischen Religionsunterricht. Unsere evangelischen Schülerinnen und Schüler (etwa 20% unserer Schülerschaft) erhalten Religionsunterricht in ihrer Konfession.
  • In unseren Klassen werden jeweils ca. 30 Kinder unterrichtet. Je nach Schwerpunkten im Curriculum gibt es Teilungsunterricht. Die Kurse in der Oberstufe sind wesentlich kleiner.
  • Das Canisius-Kolleg liegt in der Tiergartenstraße 30 in Berlin Mitte, in der Nähe von Potsdamer Platz und Brandenburger Tor.
  • Unsere Schullandschaft bereichern Kinder mit 31 unterschiedlichen Muttersprachen die Schulgemeinschaft. Wir sind überzeugt, dass es ein Kennzeichen guter Bildung ist, in Vielfalt und von der Vielfalt zu lernen.

 

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Weil Sprachen die Welt erschließen

Wir sind ein allgemeinbildendes Gymnasium mit einem sprachlichen Schwerpunkt. Alle Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse müssen drei Fremdsprachen belegen. Der Unterricht in Latein und Englisch startet ab Klasse fünf. Ab Klasse acht erweitern wahlweise Alt-Griechisch oder Französisch das Angebot. Und wer will, kann dann ab der 9. Klasse Japanisch lernen. Schülerinnen und Schüler, deren Augenmerk mehr auf den Naturwissenschaften liegt, haben die Möglichkeit „Französisch und Naturwissenschaft“ zu belegen. In der Oberstufe setzen die Schülerinnen und Schüler ihren Schwerpunkt selbst durch die Wahl der Leistungskurse.

Vielfalt führt zu Kompetenz

Stack of hands

Unsere Schülerinnen und Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Milieus und Kulturen. Sie bringen verschiedenste Begabungen und Weltanschauungen mit. Wir freuen uns über ihre soziale Kompetenz, ihre Kreativität und ihre Individualität. Uns ist wichtig, dass sie sich in einem wertschätzenden Lernklima entfalten können. Ehemalige Schülerinnen und Schüler berichten von der prägenden Erfahrung, sich von einem engagierten und persönlich interessierten Kollegium gut aufgehoben gefühlt zu haben.

Wir sind aber keine Insel der Seligen: Auch bei uns fließen Tränen, gibt es Konflikte. Aber wenn es brennt, stehen für Eltern und Schülerinnen und Schüler bei Schulseelsorge und Schulpsychologin die Türen weit offen. Bei uns muss niemand ohne Rat und Hilfe bleiben. Prävention und Kinderschutz haben bei uns nicht zuletzt vor dem Hintergrund unserer Geschichte mit Blick auf sexualisierte Gewalt höchste Priorität. Wir bieten Programme zur Unterstützung an, wie das Soziale Lernen, wir arbeiten mit dem Klassenrat, Schülerinnen und Schüler können sich zu Konfliktlotsen ausbilden lassen und ein Anti-Mobbing-Konzept unterstützt die Heranwachsenden. Die Vermittlung sozialer Kompetenz wie auch die Kultur des angemessenen Umgangs mit Schuld und Scheitern sind uns ein hohes Anliegen.

Lernen im internationalen und interkulturellen Kontext ist uns wichtig: Deshalb haben wir Partner für unterschiedlichste Austausch- und Begegnungsprogramme in Frankreich, England, Polen, den USA, Japan und Simbabwe.

Christlich geprägt – und deshalb offen und tolerant

Gottesdienst des Canisius-Kollegs mit Schülern unter Leitung von P. Felix Schaich SJ in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin am 8.12.2014 am Breitscheidplatz in Berlin, aufgenommen von Christian Ender

Wir sind eine katholische Schule im Herzen Berlins. Wohl kaum eine Stadt in Deutschland hat eine größere Bandbreite an Weltanschauungen. Und eben das zeichnet das Canisius-Kolleg aus: Schüler erhalten bei uns die Gelegenheit, eigene religiöse Erfahrungen zu machen und sie im Religionsunterricht kritisch zu reflektieren. Zu einer christlichen Identität, wie wir sie verstehen, gehört für uns auch ein soziales und politisches Engagement.

Alfred Delp SJ und Helmut James Graf von Moltke, beide Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime, sind uns politische Bezugsgrößen und zeigen uns immer wieder, wie wichtig soziale Fragen sowie der ökumenische bzw. interreligiöse Dialog sind.

Warum das Canisius-Kolleg mehr als Schule ist

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Neben anspruchsvoller Schulbildung ist uns die Erziehung zu sozial-ethischer Kompetenz ein hohes Anliegen: Das Sozialpraktikum in der Oberstufe stärkt die Fähigkeit zu Empathie und öffnet den Blick auf andere soziale Kontexte sowie auf deren politische Ursachen. Junge Menschen lernen Verantwortung zu übernehmen, z.B. im Rahmen von Projekten wie „Business at School“, „Armut in der Stadt“, als „Konfliktlotsen“, als „Schüler für Schüler“.

Das Kolleg ist mehr als eine Schule: Jugendliche lernen in unserem Jugendverband, der „Ignatianischen Schülerinnen und Schülergemeinschaft“ (ISG), den Umgang mit Verantwortung ganz praktisch kennen.

In vierzig Gruppen begegnen sich Kinder zunächst auf einer spielerischen Ebene und lernen Teams zu bilden. Ältere Jugendliche erhalten eine Ausbildung als Gruppenleiter und -leiterinnen und kümmern sich unter professioneller Anleitung um die Jüngeren. Im Sommer organisieren und führen sie Sommerlager (die sogenannten Solas) durch.

Aus Überzeugung: Offene Ganztagsschule

Wir sind eine offene Ganztagsschule: Alle verpflichtenden Schulveranstaltungen enden bis zur 10. Klasse spätestens um 14:30 Uhr. In der Nachmittagsbetreuung können unsere jüngeren Schülerinnen und Schüler von Montag bis Freitag von 13:00 bis 17:00 Uhr betreut werden. Dadurch üben sie einen Lebensrhythmus ein und werden befähigt, selbstständig zu lernen. Das Canisius-Kolleg verfügt über eine eigene, große Schulbibliothek mit Fachliteratur zum selbstständigen Studieren. Hier können die Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben machen und erhalten verschiedene Angebote qualifizierter Lernunterstützung (Lernhaus).

Ein reichhaltiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften ermöglicht die Entfaltung weiterer Talente vor allem im musischen Bereich, z.B. durch Chor, Orchester, Big Band und Theater, aber auch beispielsweise beim Fußball im sportlichen Bereich. Und weil uns Lebenskultur ein Anliegen ist, wird in Cafeteria und Mensa das Essen liebevoll und frisch zubereitet.

Auf einen Blick:

  • Exzellente Bildung mit ignatianischem Profil in der Tradition des christlichen Humanismus der Jesuitenschulen
  • Gymnasium ab der fünften Klasse
  • Gutes Lernklima und Sorge um den Einzelnen
  • Unterstützung durch Schulseelsorge, Beratungsangebote und Prävention
  • Vielfältige Betreuungs-, Freizeit- und Förderangebote am Nachmittag
  • Förderung sozialer und demokratischer Kompetenz u.a. der Klassen- und Schülervertreter*innen sowie im außerschulischen Jugendverband
  • Katholische Schule, die die Frage nach Gott offen hält
  • AG-Programm mit musikalischem Schwerpunkt
  • Lebendige internationale Vernetzung

 

Unser Team macht uns stark

Am Canisius-Kolleg kümmern sich ca. 70 Lehrende und 4 Erzieher*innen um die jungen Menschen. 20 Mitarbeiter*innen in Haustechnik, IT, Bibliothek, Küche, Sekretariaten und Verwaltung sorgen für einen Rahmen, in dem gut gelernt und gelebt werden kann. Dazu kommen aber noch all die Menschen, die sich ehrenamtlich für unsere Schüler*innen einsetzen, als Gruppenleiter*innen, in der Gesamtelternvertretung, in Cafeteria und Bibliothek.