Der Fachbereich Geschichte

Die Fachschaft Geschichte besteht aus acht Kolleginnen und Kollegen.

 

Stundentafel

 

Klassenstufe

5

6 7 8 9 10 11

12

Wochenstundenzahl

3 2 3 3 5 / 3

5 / 3

 

Lehrwerke

Wir arbeiten überwiegend mit dem Buch „Geschichte und Geschehen“ aus dem Klett Verlag. Einige Kurse in der Oberstufe nutzen allerdings auch „Buchners Kolleg Geschichte“. Ab der zehnten Klasse erfolgt in der Regel eine Ergänzung der Lehrwerke durch Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung (insbesondere in der zehnten Klasse und dem dritten und vierten Semester).

 

Was der Geschichtsunterricht vermittelt

Die eminente Bedeutung der Geschichtsbetrachtung für die Allgemeinbildung ist spätestens durch Cicero klar benannt worden: Historia magistra vitae (Cic., de oratore II, 9). Obgleich damit ja bereits alles gesagt ist, sollen hierzu einige Erläuterungen folgen:

Was wollen wir im Geschichtsunterricht erreichen? Das Ziel ist es nicht, wie gemeinhin angenommen, Schülerinnen und Schüler möglichst viele Jahreszahlen auswendig lernen zu lassen. Vielmehr  sollen diese befähigt werden, ihnen dargebotene Informationen und Zeugnisse der Vergangenheit schriftlicher, bildlicher oder sonstiger Art genau zu betrachten und aus der Entstehungszeit dieser Quellen heraus zu verstehen, historisch einordnen und beurteilen sowie ihre Erkenntnisse angemessen wiedergeben zu können (oder in der Terminologie des Rahmenplans: es geht um Analyse-, Urteils- und historische Narrationskompetenz). Dabei hilft einem naturgemäß auch ein grobes Netz aus Faktenwissen, in das neues Wissen eingewebt werden kann.  Zum tieferen Verständnis kann sowohl ein Blick auf die Entwicklungen im Laufe der Zeit helfen („diachroner Blick“), als auch auf gleichzeitige, in ihrer Anders- oder Gleichartigkeit bemerkenswerte Geschehnisse („synchroner Blick“); vergleichend wird dabei durch das Nachdenken über andere Kulturen oder Zeitumstände auch die Fähigkeit zur Reflexion eigener Zeitgebundenheit geschärft (Rahmenplan: [inter-]kulturelle Kompetenz und Selbstkompetenz).

Das Hauptanliegen unseres Geschichtsunterrichts ist es aber, die Schüler zu befähigen, angemessen kritisch mit den ihnen gebotenen Quellen umzugehen und diese nach bestimmten vorgegebenen oder auch selbst gewählten Kriterien zu beurteilen. Diese Fähigkeit ist grundlegend für ein fundiertes Selbst- und Weltverständnis und damit für ein verantwortungsvolles Handeln in der Gesellschaft als Bürger, also für den Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

 

Themenzuordnung

Aufgrund der schulischen Besonderheiten wird Geschichte am Canisius-Kolleg erst ab der 7. Klasse unterrichtet. Die Lehrinhalte sind, abgesehen von Schwerpunktsetzungen durch die Fachkonferenz, identisch mit den Vorgaben der Rahmenpläne.

Sozialkundliche Aspekte werden, sofern sie stark gesellschaftlich orientiert sind, tendenziell vom Religionsunterricht abgedeckt, sofern sie politisch orientiert sind, naturgemäß vom Geschichtsunterricht (zum Beispiel: Entwicklung der Mitbestimmung, Verfassungen, Migration, Arbeitswelten, Menschenrechte).

Die Übersicht über die Themen und Kompetenzen aufgelistet nach Jahrgängen finden Sie hier.

 

In der Sekundarstufe II gelten natürlich die Vorgaben des Landes Berlin. Die Themen der einzelnen Semester sind folgende:

  1. Semester: Die Grundlegung der modernen Welt in Antike und Mittelalter (die attische Polis und die Wurzeln der Demokratie; die römische Republik; Freiheit in der mittelalterlichen Stadt).
  2. Semester: Die Herausbildung moderner Strukturen in Gesellschaft und Staat von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert (Absolutismus; Staatsphilosophie der frühen Neuzeit; bürgerliche Revolutionen).
  3. Semester: Die moderne Welt und ihre Krisen: Demokratie und Diktatur (Weimarer Republik und Drittes Reich).
  4. Semester: Die bipolare Welt nach 1945 (Blockbildung und Klater Krieg; die deutsche Frage 1945 bis 1990).

Konkrete Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Semester sind abhängig von den wechselnden Vorgaben des Senats für das Zentralabitur.

 

Geschichtliche Exkursionen in der Oberstufe

Der Rahmenplan Geschichte für die Oberstufe sieht für jedes Semester eine Exkursion vor. Aus schulischer Sicht konkurriert diese Vorgabe mit dem Interesse daran, dass möglichst wenige Schüler in anderen Kursen fehlen. Wir bemühen uns, beiden Interessen, denen des Faches Geschichte und denen der anderen Fächer, gerecht zu werden; verbindlich sind am Canisius-Kolleg deswegen nur für den Leistungskurs alle vier Exkursionen, für den Grundkurs lediglich die zwei im dritten und vierten Semester.

Infrage kommen grundsätzlich entweder wissenschaftspropädeutische Ziele oder solche mit einem konkreten thematischen Bezug zum Semester.

In den ersten Bereich gehören zum Beispiel das Landesarchiv Berlin, dessen Programm „Schule trifft Archiv“ gelegentlich von uns wahrgenommen wird, oder Bibliotheken und Spezialarchive.

In den zweiten Bereich gehören natürlich die zahlreichen Berliner Museen, die Berlin-Brandenburgischen Schlösser, die diversen historischen Orte in Berlin, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen mit Bezug zu den beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts, zur deutschen Teilung und vieles andere mehr.

Seit dem Schuljahr 2015 / 2016 führen wir in den zehnten Klassen eine Exkursion zur Gedenkstätte Sachsenhausen obligatorisch durch.

 

Links

Bundeszentrale für politische Bildung

Landeszentrale für politische Bildung

Virtuelles Museum des Deutschen Historischen Museums

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Rahmenpläne

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